25.05.2017 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Todtnauer Wasserfall
Blick auf Todtnauberg
Insekten im Anflug
Marktplatz von Kulmbach
Auf der Plassenburg
Innenstadt von Gengenbach

Elf Tage Auszeit wollen gut geplant sein

Mit unseren guten Erfahrungen im Erkunden bislang unbekannter Territorien im Norden (Schottland, Ostsee, Nordsee), Osten (Mecklenburg-Vorpommern, Rügen, Fischland-Darß-Zingst) und Westen (USA) lag der Beschluss nahe, uns diesmal in den Süden zu orientieren. Es kristallisierten sich der Schwarzwald und Franken als interessante Gegenden heraus. Also wurden zunächst zwei Reiseführer angeschafft (Marco Polo, HB Bildatlas) und parallel das Internet durchforstet.

 

Maximal elf Reisetage hatten wir zu verplanen, mehr als vier Stationen sollten es nicht werden, denn zwei Nächte an einem Ort mussten schon sein. Schnell gab es einen lokalen und zeitlichen Fixpunkt: Gengenbach zum 30. April oder 1. Mai. Das war nämlich der Zeitpunkt, an dem erstmals in diesem Jahr der Zutritt zur großen Mineralienhalde der Grube Clara möglich sein würde. Von Gengenbach aus würden wir in nur wenigen Minuten dort sein und hoffentlich eine Reihe schöner Fotos von unseren Fundstücken erhalten. Zwei Übernachtungen wurden sofort für diesen Zweck reserviert.

 

Auf der nach unten offenen Skala der Peinlichkeiten stehen bei Teenagern Reiseziele wie der Schwarzwald nebst Besichtigungen von malerischen Fachwerkstädtchen, Klostern und Bergszenarien ganz hoch im Kurs! Der Begriff "Rentnerurlaub" stand unausgesprochen im Raume als wir unserer Tochter von unseren Urlaubsplänen erzählten. Sollten bis dahin noch Ambitionen bestanden haben, einen Familienurlaub miteinander zu verbringen, so konnten wir dies nun ad acta legen. Große Traurigkeit mochte sich jedoch auf keiner Seite einstellen. Sturmfreie Bude hat schließlich auch seine Vorteile.

 

Unbeirrt ergänzten wir Todtnauberg im Hochschwarzwald und einigten uns letztlich auf Kulmbach in Franken als weitere Stationen unserer Reise. An beiden Orten wollten wir je drei bis vier Nächte verbringen, um mit Tagestouren in die nähere Umgebung herauszufinden, was der Süden unserer Republik für neugierige Hobbyfotografen zu bieten hat. Was wir in den Reiseführern und im Internet gelesen hatten, klang vielversprechend. Anhand der Rückmeldungen auf unsere Terminanfragen ergab sich die endgültige Reihenfolge: Todtnauberg, Kulmbach und zuletzt Gengenbach.

 

Wie immer sollten uns die Fotoausrüstung, der Garmin und unser Laptop begleiten. Um allen unseren Hobbies ungehindert nachgehen zu können, hatten wir auch diesmal wieder Unterkünfte ausgewählt, die einen Internetzugang anboten. Kleiner Wehrmutstropfen: Es gibt diesmal keine Aufzeichnung zum Streckenverlauf unserer Tour. Zu spät war uns aufgefallen, dass die Speicherkarte des Garmins voll war. Pech!