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Rathausturm von Lenzen mit Einzeigeruhr
Straßenszene in Lenzen
Stopp dem Verfall!
Renoviert ist gleich viel schöner
Sonn, Wind, Meer - Rügen!

Reisetagebuch 18. Mai bis 1. Juni 2013 - Prolog

Unsere diesjährige Reiseroute entstand aus zwei spontanen Entschlüssen, in deren Zentrum das dringende Verlangen stand, unsere 2008 verschafften Eindrücke von Deutschlands größter Insel zu aktualisieren.

 

Nun liegt Rügen von Oberhausen je nach Auslegung der Route zwischen 700 und 800 Kilometer entfernt, was für Menschen ohne Bleifuß und je nach Verkehrslage durchaus 9 Stunden Autofahrt bedeuten kann. Schnell freundeten wir uns also mit dem Gedanken an, auf halber Strecke einen Zwischenstopp einzulegen.

 

Warum nicht in den Elbtalauen? Wir erinnerten uns an den Tipp (leider nicht mehr an den Tippgeber), zwecks eindrucksvoller Landschafts- und Tieraufnahmen dorthin zu fahren. Unsere Wahl fiel auf eine Ferienwohnung in Lenzerwische direkt hinter dem  Elbdeich mitten im UNESCO Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg - mit brütenden Störchen quasi vor der Haustür.

 

Auf dem Rückweg von Rügen würden wir die alte Hansestadt Gardelegen aufsuchen. Dahin hatte es zwei Familienmitglieder der Arbeit wegen verschlagen, sonst wäre uns auf Anhieb kein Grund für einen Aufenthalt dort eingefallen. Gardelegen liegt nicht nur auf etwa der halben Strecke zwischen Rügen und Oberhausen, sondern auch an einem alten Handelsweg, der heute vom Radtourismus erobert ist.


Es ist die Ironie des Schicksals, dass kaum dass wir wieder zu Hause waren, die Natur die Elbe massiv über die Ufer treten ließ und wir uns zu fragen begannen, ob unser Ferienquartier in Lenzerwische womöglich inzwischen unter Wasser stünde oder unsere Verwandten vom Hochwasser bedroht sein würden.

 

 

Darum verfolgten wir die Nachrichten besonders interessiert und stellten letztlich mit Erleichterung fest, dass der Gefahrenbereich sich andernorts befand und sich die Situation auch in Magdeburg und Umgebung nach und nach entspannte.

 

 

Es bleibt das Mitgefühl für Mensch und Tier in den überfluteten Bereichen und die Hoffnung darauf, dass man dem Hochwasserschutz die ihm zukommende Bedeutung beimessen möge, um vor ähnlichen Katastrophen künftig besser geschützt zu sein. Von 2002 bis 2013 hat da offenbar vielerorts nicht so viel stattgefunden wie wünschenswert gewesen wäre.