12.12.2018 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
Sie befinden sich hier: Schottlands|Leuchttürme / Skerryvore / 
Skerryvore

Fertigstellung1844
IngenieurAlan Stevenson
Position56° 19,4' N - 7° 6,9' W
Leuchtmerkmalweißer Lichtstrahl alle 10 Sekunden
Höhe46 m
Reichweite23 Meilen
Aussehengrauer Granit-Turm, 48 Meter hoch, 151 Stufen hinauf in den Turm
Nebelhorn1 Signal alle 60 Sekunden


Im Jahre 1834 setzen Alan Stevenson und sein Vater Robert erstmalig ihren Fuß auf das Riff, das künftig den höchsten Leuchtturm Schottlands tragen sollte. Es dauerte allerdings noch 3 Jahre bis mit seiner Errichtung begonnen wurde.

 

Barracken wurden entworfen und auf das Riff gesetzt, damit Stevenson und seine Mitarbeiter dort während der Bauphase leben konnten. Bereits im ersten Winter wurde die erste Barracke ein Opfer der See. Die zweite wurde daraufhin deutlich widerstandfähiger ausgelegt. Sie stand auf 6 Beinen und beherbergte neben Küche und Vorratsräumen auch Schlafräume für ungefähr 40 Männer.

 

Der Leuchtturmbau schritt nur sehr langsam voran, da man die Steine in Hynish in Form bringen und dann per Boot auf das Riff schaffen musste. 20 Männer benötigten 217 Tage zum Legen der Fundamente. Insgesamt benötigte Alan Stevenson annähernd 6 Jahre für die Fertigstellung des Leuchtturms.

 

Der Turm verjüngt sich im Durchmesser von 9 Metern am Sockel auf 2 Meter an der Spitze. Die verwendeten Steine bestehen aus hartem Gneis aus Hynish und Granitgestein aus Ross of Mull. Das Gesamtgewicht des Turms beträgt 4.300 t.

 

Am 1. Februar 1844 wurde den Seeleuten gemeldet, dass nun Skerryvore sein Licht aussenden wird. Über einhundert Jahre lang warnte von da an der Leuchtturm jede Nacht die Schiffe vor dem tückischen Riff.



Es war der 16. März 1954. An jenem schicksalhaften Tag brach ein Feuer aus, das sich vom 7. Stock aus schnell nach unten den Turm hinabfraß. Die 3 diensthabenden Wärter konnten nicht einmal den Alarm auslösen, bevor sie sich auf das Riff flüchten mussten. Glücklicherweise mussten sie lediglich eine einzige Nacht in dieser unwirtlichen Lage ausharren. Die große Hitze brachte auch die Nebelhörner innerhalb des Turms zur Explosion, was dazu führte, dass sich teils über 100 Fuß lange Risse in seinen Mauern bildeten.

 

Eine ganze Reihe von Leuchtfeuern wurde übergangsweise installiert, und es dauerte bis zum 6. August 1959 bis Skerryvore wieder ein permanentes Licht erhielt.

 

1994 wurde - wie viele andere Leuchttürme in Schottland auch - Skerryvore automatisiert.