12.12.2018 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Girdle Ness
Fertigstellung1833
IngenieurRobert Stevenson
Position57° 08,3' N - 2° 02,8' W
Leuchtmerkmal2 weiße Lichtstrahlen alle 20 Sekunden
Leuchtkraft (Candela)200.000
Reichweite22 Meilen
Aussehenweißer runder Turm, 37 Meter hoch, 182 Stufen hinauf in den Turm

 

Der Vorstand der Seeleute von Aberdeen verlangte, dass ein Leuchtfeuer auf Girdle Ness installiert werden sollte. Anlass war der Untergang des Wahlfängers Oscar 1813, den nur 2 der insgesamt 45 Mann starken Besatzung überlebt hatten.


Der Leuchtturm wurde vom Aberdeener James Gibb erbaut, der auch Buchan Ness errichtet hatte. Das Leuchtfeuer strahlte auf neue Weise mit zwei separaten Lichtern aus demselben Turm, eines auf einem Drittel der Höhe und das zweite von seiner Spitze her. Das untere Licht bestand aus 13 Lampen und Reflektoren, die in einer außen um den Turm herum verlaufenden Galerie angebracht waren. 1890 wurde der Betrieb des unteren Lichts eingestellt. Das Hauptlicht wurde 1847 verändert und die alte, zu kleine Laterne nach Inchkeith verbracht.

 

1860 erhielt der Leuchtturm Besuch vom königlichen Astronomen Professor George Airy, der ihn wie folgt beschrieb: "Der beste Leuchtturm, den ich je sah, der See zugewandt mit wetterbeständigem Glas von einem Inch Stärke ausgestattet und Einfassungen aus Waffenstahl wirkt die Kuppel des Leuchtturms von innen immens, während sie eher winzig wirkt, wenn man sie vom Fuße des Leuchtturms aus etwa 136 Fuß Entfernung betrachtet. Die Laterne ist von zwei großen konkarven Reflektoren umgeben, die ihre 200.000 Candela starken Strahlen in guten Nächten 25 Meilen hinaus auf die See senden."

 

Vor seiner Elektifizierung wurde das Licht mit druckversprühtem Paraffin entflammt, wobei etwa 9,5 Gill (1 Gill = ca. 140 ml) pro Stunde verbrannt wurden. Ein Uhrwerk-Motor, der in ein Quecksilberbad eingelassen war, drehte die Laterne und die Reflectoren.

 

Das Nebelhorn wurde in Betrieb genommen, wenn die Sicht unter 5 Meilen fiel. Es wurde 1987 außer Betrieb gestellt.

 

Im zweiten Weltkrieg, am 18. November 1944, trieb eine Mine an die Küste und explodierte. Es wurde niemand verletzt, aber die Türen und Fenster der Wohnhäuser und des Leuchtturms wurden beschädigt.

 

Der Leuchtturm wurde 1991 automatisiert.