16.12.2018 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
Sie befinden sich hier: Schottlands|Leuchttürme / Flannan Isles / 
Flannan Isles

Fertigstellung1899
IngenieurDavid A. Stevenson
Position58° 17,3' N - 7° 35,4' W
Leuchtmerkmal2 weiße Lichtstrahlen alle 30 Sekunden
Leuchtkraft (Candela)100.000
Höhe101 Meter
Reichweite20 Meilen
Aussehenweißer Turm, 23 Meter hoch

 

21 Meilen westlich der Insel Lewis liegt eine Inselgruppe, die unter dem Namen "the seven hunters" (die sieben Jäger) bekannt ist. Auf der größten dieser Inseln, Eilean Mor, steht ein Leuchtturm mit einer erstaunlichen Geschichte.

 

1899 von David A. Stevenson erbaut, erhebt sich der 75 Fuß hohe Turm und sendet zwei weiße Lichtstrahlen alle 30 Sekunden aus.

 

Die Flannan Inseln waren Schauplatz einer schrecklichen Tragödie, während der um 1900 drei Wächter einfach verschwanden. Das Leuchtturm-Boot Hesperus war noch am 26. Dezember zu einem Routinebesuch auf dem Felsen gewesen bevor das Unglück entdeckt wurde. Kein Lebenszeichen war zu entdecken, als das Schiff angelegt hatte.

 

Der Wächter-Assistent Joseph Moore, zu dieser Zeit Ersatzmann, wurde hinaus geschickt, um den Fall zu untersuchen. Der Bericht lautet wie folgt:

 

"Als er hinauf zur Station kam, fand er das Tor und die Eingangstüren verschlossen vor, die Uhr war stehengeblieben, es brannte kein Feuer und der Blick in die Schlafräume ergab leerstehende Betten."

 

Moore rannte zurück zum Anleger, um der Besatzung der Hesperus zu informieren. Mit zwei Männern kehrte er anschließend zurück, um noch einmal genau nachzusehen. Man fand heraus, dass die Routinearbeit völlig normal verlaufen war bis zum 15. Dezember.

 

"Den letzten Eintrag auf der Schiefertafel hatte Mr Ducat, der Erste Wächter, am Morgen des 15. Dezember, einem Samstag, gemacht. Die Leuchte war eingerichtet, die Ölzufuhr und der Vorrat aufgefüllt und die Linsen gereinigt worden."

 

Es gibt eine Reihe von Erklärungen für das Verschwinden - einige praktische, aber auch romantische. Die wahrscheinlichste ist, dass alle drei Wächter auf der Plattform gearbeitet haben, als eine riesige Welle, die sich in der Bucht aufgebaut hatte, über sie hinweg fegte und sie mit sich hinaus in die See riss.

 

Viele Leuchtturmwärter haben so ein Phenomen seither erlebt. Bert Petrie, ehemals Leuchtturmwärter auf den Flannans, erzählt davon, dass er und zwei Kollegen einmal mit Anstricharbeiten am Kran und der Reling an der Landungsbrücke befasst waren, mehr als 100 Fuß über der See, als eine Welle über ihnen zusammenschlug. Zwei von ihnen riss es von den Füßen, sie konnten sich aber noch an der Reling festhalten, während der dritte sich krabbelnd den Felsen hinauf zu retten versuchte.

 

Was den Wächtern 1900 tatsächlich zugestoßen ist, ist nicht mehr zu klären. Ihr Verschwinden wird ein Rätsel bleiben.

 

1971 wurde der Leuchtturm automatisiert und die Leuchtturmwärter abgezogen.