12.12.2018 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Mull of Galloway

Fertigstellung1830
IngenieurRobert Stevenson
Position54° 38,1' N - 4° 51,4' W
Leuchtmerkmalweißer Lichtstrahl alle 20 Sekunden
Höhe99 Meter
Reichweite28 Meilen
Aussehenweißer Turm, 26 Meter hoch, 114 Stufen hinauf in den Turm

 

 

Angenommen, man ginge in Schottland solange Richtung Süden, bis man an der Südspitze vom 260 Fuß hohen Kliff zu fallen drohte, dann landete man unweigerlich am Mull of Galloway.

 

Der zweite Ingenieur des Northern Lighthouse Boards, Robert Stevenson, hatte den Leuchtturm zunächst als Blinkfeuer ausgelegt. Um seine Leuchtkraft zu verstärken, tauschte das NLB aber später die Lampe gegen eine Kombination aus glänzendem Messing und Kristallglas, das seine 2,5 Umdrehungen pro Minute auf einem so perfekt gestaltetem Rollenlager vollzog, dass die 5 t schwere Linse per Hand bewegt werden konnte. Es handelte sich um eine einfache Paraffinleuchte, die jedoch eine Leuchtkraft von 29.000 Cadela besaß.

 

Das Licht wurde 1971 auf elektrisches Licht umgestellt. Ein versiegeltes Richtstrahlsystem war auf einem Sockel mit Direktantrieb installiert, das einen Niedrigvolt-Drehmechanismus nutzte. Diese Leuchte produzierte mit sehr wenig Energieeinspeisung einen sehr kraftvollen Strahl, und weil die Leuchte versiegelt war, beschlug es nicht und büßte nicht an Leuchtkraft ein. Der Leuchtturmwärter musste bis um 10 Uhr abends einmal in der Stunde nach dem Rechten sehen. Danach war bis zum Morgen keine weitere Kontrolle nötig. Die Reinigung und Wartung war sehr vereinfacht, dadurch dass weder eine Linse zu polieren noch eine Mechanik zu ölen war.

 

Der Leuchtturm wurde 1988 automatisiert.