26.06.2019 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Blick vom Streckelsberg bei Koserow
Berechnungen unterwegs zum Cache
Unwiderstehlich!
Futterstation
Riesiger Nachtfalter
Blaue Schönheit
Variante in Rot
Duett
Brücke bei Wolgast

Wer suchet, der findet!

Auch das Frühstücksbuffets war schwer zu toppen. Fast könnte man es als schade bezeichnen, nur beschränkte Verdauungskapazitäten zu besitzen, so groß und ansprechend war die Auswahl. Da wir beim Spaziergang am gestrigen Tage bereits Ahlbeck und Heringsdorf begangen hatten, wollten wir uns heute mit dem Auto weiter in den westlichen Teil begeben, vielleicht sogar bis Peenemünde.

 

Unser erster Halt ergab sich wiederum dank der Suche nach einem Cache: Koserow. Hier befindet man sich nahe an der engsten Stelle der Insel, die zwischen Koserow und Zempin liegen soll. Zwar war in unserem Reiseatlas schon ein Hinweis auf einen attraktiven Aussichtspunkt gegeben, die alte Kirche im Ort hätten wir allerdings nicht auf Anhieb angesteuert (leider verschlossen bei unserer Ankunft. Bilder und Beschreibung gibt es hier).

 

Ein weiterer Cache zeigte uns einige wirklich sehr schöne Aussichtspunkte und lehrte uns, dass der angeblich so platte Norden doch auch Berge aufweist, und zwar beispielsweise den Streckelsberg – mit immerhin fast 60 Meter Gesamthöhe! Nach Bewältigung des Auf-und-Nieders auf dem sehr schönen Wanderweg (wobei man sehr auf der Hut vor Radfahrern sein muss, die hier in affenartiger Geschwindigkeit herumdüsen!) gönnten wir uns einen Capuccino und ein Stück sehr leckeren Kuchen in einem kleinen Café im Nachbarort Zempin. Eigentlich hatten wir hier nur Zuflucht vor dem einsetzenden Platzregen gesucht, das Lokal erwies sich jedoch als ein Glücksgriff. Wir können einen Zwischenstopp nur empfehlen. 


Bei aufgerissenem Himmel setzten wir unsere Fahrt fort und erlebten eine weitere Überraschung: in Trassenheide befindet sich eine Schmetterlingsfarm mit großer Freiflughalle, in der wir die exotischen Tieren (manche mehr als Handteller groß) aus nächster Nähe beobachten konnten. Die Tierchen flogen nicht nur sehr dicht um uns herum, einige landeten auch auf Schultern oder Köpfen der Besucher, was jedesmal zu einigem Hallo führte. Ihr Flug war sehr merkwürdig anzusehen, fast als wären sie von Puppenspielern über unsichtbare Fäden gelenkt.

 

Selten flattern die Tiere einem so vor die Linse, wie man es für ein Bild brauchen könnte, und das trotz reichlich verteilten Futterstellen aus künstlichen Blüten, in denen Bananen und Zitrusfrüchte ausgelegt sind. Anhand eines Faltblattes versuchten wir uns an der Bestimmung der Arten und bestaunten auch die „Puppenstube“ in der wohltemperierten Halle (Jacken kann man getrost im Auto lassen, denn es herrscht wirklich tropisches Klima). Der Eintritt ist mit 7,50 Euro pro Erwachsenem nicht eben billig, aber man bekommt dafür auch einiges zu sehen.

 

Empfindliche Gemüter sollten vielleicht nicht darüber nachdenken, wie die Präparate in der anschließenden Ausstellung hergestellt wurden. Hier sind außer Faltern Exemplare in unterschiedlichen Größen und Farben diverser Insekten, Spinnen und Käfer ausgestellt, die man aus aller Herren Länder zusammen getragen hat. Lebende Beispiele gibt es auch in einigen Terrarien (dort muss man jedoch sehr genau hinsehen).


Für den anschließenden Aufenthalt in Peenemünde haben wir nicht mehr sehr viel Zeit investiert, da es schon Abend wurde. Sehenswert ist dort auf jeden Fall die Brücke bei Wolgast, die zu bestimmten Öffnungszeiten den Straßenverkehr für 15 - 30 Minuten lahmlegt. Wer mit dem Schiff hindurch will, muss teilweise sehr früh losfahren, will er nicht bis zur Mittagszeit vor Ort angebunden bleiben.

 

Am heutigen Abend erwartete uns ein Candlelight-Dinner untermalt von Pianoklängen. Wir hätten auch wieder am Buffet teilgenommen, das wie schon erwähnt eine wirklich sehr große Auswahl qualitativ hochwertiger Speisen bereit hielt, aber ein 3- bzw. 4-Gänge-Menü gehörte zum gebuchten Umfang der Reise, und so genossen wir die Sonderbehandlung.