17.01.2019 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Vorsicht am Bahnsteig...!
Volle Fahrt voraus!
Von wegen Fußgängerzone...!
Münster von Bad Doberan
Museumcafé in Kühlungsborn-West
Noch unansehnlich - bald Luxushotel

Tschu, tschu, tschu, die Eisenbahn...!

Bereits im Hotel hatten wir nicht nur einen Standtplan, sondern auch den Fahrplan von „Molli“ erhalten. Ein kurzer Fußmarsch führte uns daher an den Bahnhof Kühlungsborn Ost, wo wir für 10 Euro pro Person ein Ticket für die Hin- und Rückfahrt von/nach Bad Doberan erwarben. Von weiteren Passagieren erwartet, näherte sich schließlich dampfend und schnaufend die schwarze Lok und machte quietschend Halt auf den Gleisen des Bahnhofs.

 

Schnell suchten sich alle Fahrgäste ihre Plätze in den historischen Abteilen und sahen aus Fenstern und aus mit Riegeln gesicherten Durchgängen zwischen den Abteilen dabei zu, wie der Zug seine ruckelige Fahrt fortsetzte. Mit lautem Pfeifen kündigte die Dampflok die Querung einiger teils unbeschrankter Bahnübergänge an. Stets wurden von begeisterten Menschen auf den Straßen, in Fußgängerzonen und an den Haltepunkten die Fotoapparate gezückt, um alles im Bild festzuhalten. Auch wir versuchten uns an Aufnahmen, die das eigentliche Fahrerlebnis jedoch nur unzureichend wiedergeben. Es bleibt nichts, als es selbst auszuprobieren...


In Bad Doberan hätten wir die neuzeitlichen Züge der DB in Richtung Rostock oder Wismar besteigen können (deren Besichtigung wir ursprünglich auch einmal geplant hatten). Wir hatten uns jedoch wiederum die Suche nach sehenswerten Örtlichkeiten in näherer Umgebung vorgenommen und begaben uns zu diesem Zweck zum Klostergarten mit dem prächtigen Münster, einen ungewöhnlichem Nebenbau und der schon obligatorischen Ruine eines weiteren Gebäudes.

 

Die wirklich sehr schöne Anlage bietet durch ihr üppiges Grün reichlich Entspannung für's sonnengestresste Auge, und auch die müden Beine finden ein wenig Erholung auf den in angemessener Anzahl vorhandenen Bänken. Vorbei an weiteren Prachtbauten der Innenstadt, beispielsweise dem altehrwürdigen Friderico-Francisceum-Gymnasium, suchten wir uns in der Nähe ein Eiscafé, bevor wir wiederum den Zug zurück nach Kühlungsborn bestiegen.

 

Diesmal endete unsere Fahrt im Bahnhof West, wo es ein kleines Museum mit Museumsscafé zur Geschichte der Schmalspurbahn gibt. Unseren Weg zurück zum Hotel wollten wir an diesem Tag zufuß zurücklegen. Dabei entdeckten wir noch vor Erreichen der Promenade wiederum einige besonders schön restaurierte Häuser. An der Promenade selbst gab es allerdings auch ein weiteres abschreckendes Beispiel für verfallene Bausubstanz: das historische Kurhaus von Kühlungsborn. Der bereits vorhandene Investor wird noch einige kostspielige Maßnahmen ergreifen müssen, um aus der Ruine die angekündigte Hotelresidenz der Luxusklasse zu gestalten. Laut Zeitungsberichten soll bereits im Frühjahr 2008 Eröffnung sein.

 

Für heute hatten wir genug gesehen und gelaufen. Jetzt freuten wir uns auf die heimische Dusche und später dann auf ein gutes Essen in unserem Hotel. Für den kommenden Tag wollten wir uns die mitgebuchten Räder ausleihen, um einmal in die gegensätzliche Richtung die Gegend zu erforschen, beispielsweise den Yachthafen mit seiner neuen Häuser- und Geschäftszeile.