24.03.2019 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Yachthafen von Rerik
Kirche von Rerik
Anleger Hafen Rerik
Weitblick!

Ankunftstag in Rerik

Über die Anfahrt gibt es wenig Gutes zu erzählen: bei Regen fährt wohl kein Autofahrer wirklich gern über die Autobahn, und die meisten Menschen stehen ungern im Stau. So auch wir. Bis Hamburg gab es davon soviel, dass wir uns schon überlegten, eine Ausweichstrecke zu suchen. In Anbetracht der Tatsache, dass wir sicher nicht die einzigen wären, die das versuchen würden, und wir eh nur noch wenige Kilometer auf der A1 zubrächten, hielten wir jedoch durch. Bei unserer Ankunft in Rerik hatten wir knapp acht Stunden auf der Straße verbracht, davon – so sagte unser Aufzeichnungsgerät – mehr als eine Stunde im Stillstand, 2 kurze Pausen inklusive.

 

Positiv überrascht waren wir dann von unserem Quartier im Hotel zur Linde, einem geräumigen Appartement mit Küchenzeile - und Internetnutzung. Die war uns besonders wichtig, um unsere Geocaching-Funde registrieren und Kontakt zum daheim gebliebenen Nachwuchs halten zu können. Kaum hatten wir unser Fahrzeug ausgeladen und alles verstaut, lockte auch das schöne Wetter vor Ort zu einem ersten Rundgang. Am nahe gelegenen Strand schossen wir unsere ersten Aufnahmen und entdeckten an der Seebrücke einen Hinweis auf einen „Multi Cache“ (also einen Cache mit mehreren Stationen), den wir am kommenden Tag angehen wollten.

 

Zunächst trieb uns jedoch ein heftiges Hungergefühl in eines der Fischrestaurant im Hafen des Ortes. Beim anschließenden „Verdauungsspaziergang“ merkten wir uns den Hinweis auf die Abfahrt des Fahrgastschiffs, mit dem wir am Folgetag die "verbotene Halbinsel Wustrow" umschippern wollten und beschlossen, dann auch der örtlichen Pfarrkirche einen Besuch abzustatten. Diese wurde in unserem Reiseführer wegen der ungewöhnlich schönen Wandmalereien gelobt, die den Innenraum schmückten. Knapp verpasst hatten wir das jährlich stattfindende Hafenfest, das drei Tage gedauert und heute seinen Abschluss gefunden hatte.

 

Auf unserem Heimweg trauten wir unseren Augen nicht: eine junge Wildsau lief auf der Hafenpromenade entlang, dicht gefolgt von einem Radfahrer, der das Tier wieder und wieder rief und sich darüber belustigte, dass es offenbar völlig die Orientierung verloren hatte. So mag das alte Sprichwort „eine Sau durch das Dorf treiben“ entstanden sein. Leider konnten wir unsere Kamera nicht so schnell startbereit bekommen, dass wir die Szene auch bildlich dokumentieren konnten. Schade! Der Tag hatte sehr an unseren Kräften gezerrt, sodass wir bald müde in unsere Betten fielen. Nur noch kurz dem Kinde eine E-Mail schicken. Endlich Urlaub! Das hatten wir uns verdient!