16.06.2019 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Unsere Unterkunft: Außenansicht
Haffseite von Baabe: Bollwerk
Hier geht's von Baabe zur Moritzburg...
...per Ruderboot-Fähre
Eine Seefahrt,... !
Mach' doch mal Pause!

Aufbruch nach Rügen

Bereits um 9 Uhr hatten wir unsere sieben Sachen gepackt, die Rechnung beglichen und verließen Rerik bei strahlendem Sonnenschein. Aus unserer Tour vom Vorjahr war uns noch gut in Erinnerung, wie überlastet die Straßen der Innenstadt von Rostock waren. Darum entschieden wir spontan, diesmal die „Toll charge“ (so unser Navigationsgerät), also die Mautgebühr für den Warnowtunnel zu bezahlen statt uns in der zu erwartenden Autoschlange durch die Stadt zu quälen. Die 2,80 Euro waren gut investiert, denn es ging ohne Wartezeit durch die Schranken (das Kleingeld muss in einen großen Auffangtrichter geworfen werden, der wohl verhindern soll, dass man in Stoßzeiten heruntergefallenen Münzen hinterher rennt). Nur wenige Autofahrer hatten offenbar diese kostenpflichtige Alternative gewählt.

 

Etwas Mühe hatten wir, durch das Straßengewirr in Stalsund zu navigieren. Offenbar hatte unser Navigationsgerät nicht alle Straßen auf seiner Karte, obwohl die Software jüngeren Datums ist. Insbesondere der Weg über den neuen Rügendamm fehlte wohl noch. Dank entsprechender Hartnäckigkeit fanden wir ihn aber doch. Viel zu sehen gab es leider nicht, da die Absperrungen zur Seite recht hoch hinauf reichten – wahrscheinlich, um Unfälle und Staus durch Schaulustige zu verhindern. Manchmal müsste man LKW fahren! Kaum erreichten wir die Hauptstaße Rügens, standen wir auch schon im Stau. Eine spontan ausgewählte Alternative erwies sich zwar als Folterstrecke ohne wirkliche Befahrbarkeit, aber bei Samtens bogen wir letztlich auf die „Deutsche Alleenstraße“, die deutlich weniger befahren, dafür allerdings durch schönen Baumbestand geschmückt war. Wir können nur dazu raten, sich für die Entlastungsstraße zu entscheiden.

 

Gegen Mittag standen wir dann etwas ratlos vor der Ferienanlage in Baabe und warfen einen Blick in unseren Vertrag. Aha! Wir hätten uns vor unserer Abfahrt noch einmal melden müssen, um die Schlüsselübergabe zu vereinbaren. Ein Anruf beim Vermittler lotste uns zurück nach Sellin, wo wir auch gleich satte 41,40 Euro an Kurtaxe entrichteten. Etwas erschöpft von der Fahrt und angesichts der fortgeschrittenen Stunde auch hungrig traten wir nach dem Auspacken einen ersten Spaziergang in die Ortsmitte von Baabe an, gönnten uns einen kurzen Blick auf das Meer sowie ein nicht weiter erwähnenswertes Essen und nahmen uns noch etwas Proviant für das Abendessen mit.

 

Damit neigte sich auch dieser Tag dem Ende zu. Im Kühlschrank erwartete uns eine Überraschung unserer Vermieter: eine Flasche Prosecco. Diese wurde zur Feier des Tages geköpft. Salami- und Schinkenbrote mögen wohl ein Stilbruch gewesen sein, aber uns haben sie gut dazu geschmeckt. Die Pläne für den kommenden Tag waren vielfältig und überhaupt nicht konkret. Die Betten lockten vernehmlich. Also Schluss für heute. Gute Nacht!