24.03.2019 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Nationalpark-Zentrum: Außenansicht
Blickrichtung: Viktoriasicht!
Kreidefelsen, die erste...
...zum zweiten...
...3...
Aha!
Königstuhl - echte Viktoriasicht!
...und weil's so schön war, nochmal das Ganze!

Einmal Kreidefelsen und zurück, bitte!

Schon bei der heimischen Planung war klar: wenn wir schon einmal auf Rügen sind, dann ist ein Besuch der Kreidefelsen absolute Pflicht! Dafür bestanden zwei Möglichkeiten: von Land aus, verbunden mit einem Besuch des Nationalpark-Zentrums Königstuhl, und von See aus mit einem der Ausflugsschiffe. Spontan beschlossen wir an diesem Morgen, Richtung Sassnitz aufzubrechen, von dessen Hafen aus die Ausflugsschiffe die Kreidefelsen abfahren und von wo wir auch direkt zum Königsstuhl gelangen würden. Dem Hinweisschild folgend parkten wir unser Auto auf dem (kostenpflichtigen) Parkplatz Hagen – nein, nicht in NRW! - und machten uns zu Fuß auf den ca. 3 km langen Weg zum Nationalpark-Zentrum. Einige Schautafeln erklärten uns die historische Bewandnis und Entstehung der Gegend rund um den Hertha-See.

 

Das Eintrittsgeld von 6 Euro pro Erwachsenem sollte nur entrichten, wer sich den (wirklich sehr interessanten) Rundgang zur Entstehungsgeschichte, Flora und Fauna von Kreidefelsen und Ostsee im Gebäude des Zentrums gönnen möchte. Den besten Blick auf die Kreidefelsen hat man nicht von dort aus, sondern eindeutig von See oder vom Fuße der Felsen aus, an den man über einen recht anspruchsvollen Wanderweg außerhalb des Zentrum kommt (mehr als 400 Stufen, die nicht nur hinunter, sondern vor allem auch wieder hinauf gestiegen werden müssen! Auf dem Schild am „Abstieg“ wird ausdrücklich darauf verwiesen, dass das sehr anstrengend ist.). Mindestens genau so gute Sicht auf die Felsen wie von den Aussichtspunkten im Zentrum hat man auch von verschiedenen Punkten auf dem Wanderweg außerhalb des Zentrums, inklusive der echten „Viktoria-Sicht“, auf die auch innerhalb des Zentrums Bezug genommen wird – Verwechslungsgefahr inklusive! Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

 

Schon am Parkplatz wird auf den Pendelbus verwiesen, der „Fußkranke“ zwischen Zentrum und Autostellplatz hin und her befördert. Wir entschlossen uns, von diesem Angebot (kostenpflichtig: aktuell 1,40 Euro pro Person für eine Tour) für den Rückweg Gebrauch zu machen. Da wir mehr als 3 Stunden für unseren Aufenthalt gebraucht hatten, war letztlich eine Parkgebühr von 5,20 Euro fällig. Ein Tagesticket würde 8 Euro kosten. Wer diesen Ausflug plant, sollte also von vornherein entsprechende Kosten berücksichtigen. Uns hat die Kostenseite ein wenig überrascht, zumal in dem offenbar veralteten Prospekt, das wir irgendwo eingesammelt hatten, der Pendelbus als kostenloser Service angepriesen wurde. Zu den Parkgebühren wird sich auch auf den Internetseiten des Zentrums hartnäckig ausgeschwiegen. Alternativ kann man auch mit einem Linienbus bis auf den Königsstuhl fahren - wahrscheinlich die kostengünstigere Variante.

 

Nach unserer Rückkehr in unsere Ferienwohnung gönnten wir uns eine Pause und begaben uns später in den kleinen Hafen von Baabe, wo wir uns nach den Abfahrtzeiten der Ausflugsschiffe erkundigten. Für den Folgetag planten wir eine kombinierte Fahrt mit Schiff und „rasendem Roland“ (siehe Fahrplan im PDF-Format), der Schmalspurbahn auf Rügen, nach Lauterbach und das Städtchen Putbus ein. In Lauterbach wollten wir auch unsere Karten für den Trip zur Insel Vilm abholen, die wir telefonisch für Mittwoch reserviert hatten. Nach Vilm dürfen nämlich jeden Tag nur 30 Menschen transportiert werden. Die Fahrten sind daher schnell ausgebucht. In Lauterbach sollte es außerdem ein interessantes Lokal in U-Boot-Aufmachung geben, das uns auch wegen seiner guten Küche zum Besuch empfohlen wurde.

 

Aufgrund der Tatsache, dass das kleine Lokal (Restaurant "Zum Fischer", sieht im Vorbeigehen mehr wie eine Imbissbude aus) in unserer Straße sehr gut besucht war und wir auch im zweiten Anlauf keinen freien Platz ergattern konnten, nahmen wir ein simples Abendessen in unserer FeWo ein und öffneten die Flasche Rotwein, die wir noch in Rerik erstanden, aber bisher nicht vertilgt hatten. Ein weiterer ereignisreicher Tag neigte sich mit der Vorfreude auf den kommenden Tag dem Ende zu.