23.03.2019 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Lauterbach...
...mit Hafenfest
Bahnhof Putbus
Rasender Roland
Binz - Haffseite
...mir schwant da was!
Bäderbahn Binz
Im Roland unterwegs
Volldampf voraus!

Unterwegs auf Wasser und Schiene

Als wir den kurzen Fußweg in den Hafen "Bollwerk" von Baabe zurück gelegt hatten, vergewisserten wir uns noch einmal, dass das Ausflugsschiff tatsächlich den Hafen von Lauterbach ansteuern und uns die Bäderbahn anschließend durch Putbus zum Haltepunkt des „Rasenden Roland“ transportieren würde. Für das Kombi-Ticket zahlten wir 14,50 Euro pro Person und schipperten dann gemütlich mit dem Schiff der „Weißen Flotte“ auf dem Bodden entlang, vorbei an Vilm (das auf der Rücktour auch umrundet werden würde, so man denn beide Touren mit dem Schiff zurücklegt) und gelangten etwa eine Stunde später in den Hafen von Lauterbach.

 

Dort fand ein lebhaftes Hafenfest statt, für das wir uns nun gar nicht erwärmen konnten. Stattdessen bestiegen wir die Bäderbahn und ließen uns einiges über Putbus erzählen, bis wir wenige Minuten später am kleinen Bahnhof ankamen, von wo aus der „Rasende Roland“ gut eine Stunde später zurück nach Baabe starten sollte. Wir nutzten die Wartezeit für einige Aufnahmen der schönen alten Dampfloks und Waggons, für die es hier eine Reparaturwerkstatt gab (Zutritt allerdings nur für autorisiertes Personal!). Unter mächtig viel Dampf und Getöse setzte sich der vollbesetzte Zug schließlich in Bewegung. Die Sitzgelegenheiten waren ziemlich bequem und schön restauriert worden, und so genossen wir die Fahrt, bis wir in Binz eintrafen. Dort wollten wir einen Zwischenstopp zum Besuch der Seebrücke nutzen.

 

Von einem Wegweiser wurden wir in einen sehr schön angelegten Weg abseits der Hauptstraße gelockt, der letztlich an der Boddenseite der Stadt auskam. Hier hatte man sich viel Mühe damit gemacht, Badegäste in das grünlich schimmernde Wasser zu locken: hölzerne Stege trugen mehrere Edelstahl-Leitern, die den Einstieg erleichtern sollten. Allerdings beherbergte das Gewässer neben viel Schilf einen sehr wachsamen Schwan mit zwei Jungtieren, der sicher alles daran gesetzt hätte, seine Brut und sein Revier vor Eindringlingen zu beschützen. Schwäne sollen ja recht angriffslustig sein, daher konnten wir verstehen, dass sich hier keiner ins Wasser wagte. Anders dagegen gestaltete sich das Bild an der Seebrücke: heftiger Wind hatte das Meer aufgebraust, tausende von Badegästen tummelten sich im Wasser und am Strand. Die Seebrücke selbst war von Menschenmassen bevölkert, unter die wir uns lieber nicht auch noch mischen mochten. Fotobelege hatten wir mehr als genug gesammelt.

 

Der Rückweg zum Bahnhof wurde im Eilschritt zurückgelegt, da die Weiterfahrt im „Rasenden Roland“ in kaum einer halben Stunde stattfinden sollte. Schnell beschafften wir noch einige Ansichtskarten für unsere Lieben daheim, dann trafen wir durchgeschwitzt und außer Atem pünktlich auf dem Bahnhof ein. Wir hätten gern noch einige Fenster geöffnet, kamen aber mit der Entriegelung nicht zurecht, die über einen Ledergurt erfolgen sollte. Beruhigenderweise waren nicht nur wir nicht in der Lage, dem System Herr zu werden. Auch etliche andere Fahrgäste mühten sich vergeblich ab. Beinahe verpassten wir den Zielort Baabe und entstiegen dem Gefährt quasi als Letzte, bevor der Zug weiter zum Endhaltepunkt Göhren fuhr.

 

Ein wohlverdientes Bier ließen wir uns in der Strandbar „Schaluppe“ schmecken, bevor wir unsere Schritte wieder Richtung Ferienwohnung lenkten. Hier machten wir uns schnell frisch und nahmen einen weiteren Anlauf, im nahen Lokal einen Platz zum Abendessen zu bekommen. Knapp vor den nächsten beiden Gästen ergatterten wir den einzigen noch freien Tisch im Außenbereich, und beobachteten mit einiger Genugtuung, wie die „Zuspätkommer“ in das Lokal strömen mussten. Glück gehabt! Der Fisch schmeckte hervorragend. Morgen würden wir uns vielleicht etwas aus der hauseigenen Räucherei mitnehmen. Für heute waren wir satt und zufrieden.