16.06.2019 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Strand von Göhren
Seebrücke von Göhren
Blick auf Nordperd
Schon fast am Nordperd
Blick vom Nordperd auf Göhren, Baabe und Sellin
Blick bis Südperd
Bucht am Nordperd

Wanderung von Baabe zum Nordperd

Bereits am Vortag konnten wir erahnen, dass an Wochenenden in Rügens Hauptattraktionen die Hölle los sein wird. Daher verzichteten wir an diesem Tag bewusst auf das Auto und machten uns zu Fuß auf, um eine kleine Entdeckungstour durch Baabe zu starten. Aufhänger war wiederum ein Cache, der durch Baabe führen sollte. Dummerweise missinterpretierten wir direkt den Start der Cache-Anweisung und gelangten auf einem Waldwanderweg geradewegs nach Göhren, den nächsten Ort. Da uns der Wald gut vor der Sonne beschirmte, fiel uns der ca. 4 km lange Weg bis zur Seebrücke von Göhren überhaupt nicht schwer. Außerdem befanden sich weitere Caches vor Ort, die wir gleich ablaufen konnten. Also war es letztlich nicht tragisch, dass wir einen solchen Fehlstart hatten.

 

Auf dem Nordperd, dem äußerst östlichen Zipfel von Mönchsgut etwa 60 m hoch über der Küstenlinie, genossen wir einige wirklich tolle Ausblicke auf die Buchten der Bäder von Göhren bis Binz. Hier oben waren sämtliche Pflanzen von einer Sandschicht überzogen, die der letzte Starkwind hergeweht hatte (was wohl häufiger vorkommt). In unserer Cachebeschreibung erzählte einer der Finder von regelrechten Staubwänden, die hier in der Luft stünden, wenn der Wind entsprechend bläst.

 

Bis zum Bahnhof von Göhren waren es knapp zwei Kilometer, sagte das Hinweisschild. Wir nahmen uns daher vor, den Weg zurück nach Baabe mit dem „Rasenden Roland“ anzutreten. Zuvor legten wir jedoch eine Pause an der „ältesten Gaststätte von Göhren“ ein. Das von außen recht unscheinbare Haus erweist sich im Innenraum als ungewöhnlich weitläufig und liebevoll gestaltet. Ausgeruht und gestärkt wanderten wir die wenigen hundert Meter zum Bahnhof. Die Fahrkarte kostete uns 1,60 Euro pro Person.

 

In Baabe angekommen versuchten wir uns noch einmal an jenem Cache, der uns so unerwartet in den Nachbarort geführt hatte. Wieder schienen wir nicht die richtige Idee zur Lösung zu haben, denn auch diesmal standen wir lediglich dumm im Gelände herum statt uns auf richtigen Pfaden zu bewegen. Damit hatte sich für uns dieser Cache erledigt. Rechtschaffen müde und durstig traten wir den Heimweg an.

 

Für den kommenden Tag wollten wir uns eines der Ausflugsziele vornehmen, die uns angesichts der Touristenströme verwehrt geblieben waren, die an jedem Wochenende in Rügen einfallen. Zur Diskussion standen eine Besichtigung der Kreidefelsen vom Schiff aus (ab Sassnitz), das Kap Arcona ganz im Norden der Insel und Hiddensee, die berühmte Insel westlich von Rügen, auf der unter anderem Gerhard Hauptmann gelebt hat und auch beigesetzt ist.

 

Den Zuschlag bekam spontan Hiddensee. Dorthin würden zwei Schiffslinien von unterschiedlichen Häfen aus fahren. Wir entschieden uns für die Reederei Kipp ab Ralswiek, dem Spielort der Störtebeker Festspiele. Frühes Aufstehen war einzuplanen, da das Schiff schon um kurz nach 9 Uhr ablegen würde. Also stellten wir uns den Wecker auf halb sieben und legten uns recht früh schlafen.