17.01.2019 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Bäderbahn meets Quad
MS Lamara am Anleger
Beisetzungskultur der Steinzeit
Ansichtssache!

Ausruhen in Baabe

Wir waren ziemlich unschlüssig, wie wir die letzten beiden Tage vor Ort verbringen wollten. Also suchten wir uns kurzerhand wieder einige Caches in der Nähe heraus und beschlossen, keine weiten Touren zu unternehmen, sondern lieber einmal mit der Bäderbahn quer durch Baabe zu fahren. Nach einem kleinen Waldspaziergang stießen wir wie erwartet auf ein Großsteingrab, in das laut Info-Tafel in der Steinzeit zwischen 30 und 40 Personen beigesetzt worden waren. Über Feld- und Wiesenwege gelangen wir anschließend in den kleinen Hafen Baaber-Bek, von wo aus wir zu Beginn unseres Aufenthaltes die Schifffahrt nach Lauterbach gemacht hatten. Neben der "Weißen Flotte" verkehrt hier auch ein sehr schön restauriertes Fahrgastschiff in Privatbesitz: die MS Lamara.

 

Dort bestiegen wir wie geplant die kleine blaue Bahn, die hier ihre erste Station hat. Eine Bandansage wies uns im Verlauf der Fahrt auf einige mehr oder weniger interessante Bauten an der Strecke hin. In die doch recht große Siedlung im skandinavischen Blockhüttenstil wären wir wohl ohne diese Rundfahrt nie gekommen. An Station 14, die recht nah an der von uns schon häufiger aufgesuchten Bäckerei lag, verließen wir die Bahn wieder und beschafften uns ein paar Brötchen und Kuchen zum Abschluss unseres kurzen Ausflugs.

 

Erst am Abend suchten wir den Chinesen an der Strandpromenade für eine schnelle Mahlzeit auf. In Höhe des Kurparks stießen wir später auf ein ziemlich unschönes Relikt aus früheren Bäderzeiten, das möglicherweise eine alte Strandhalle gewesen sein mochte. Bei unserer morgendlichen Rundfahrt hatten wir gehört, dass das neue „Haus des Gastes“ erst in diesem Jahr eingeweiht worden sei, daher lag die Vermutung nahe, dass es sich bei dieser Ruine um die Vorgängerversion gehandelt haben könnte. Wir hoffen, sie wird nun bald abgerissen.

 

Als wir unsere Schritte schon wieder Richtung Wohnung lenken wollten, entdeckten wir an der „Konzertmuschel“ im Kurpark das beeindruckende Equipment einer Band, die hier wohl einen Live-Auftritt einlegen würde. Den Namen der Truppe hatten wir noch nie gehört - „Die Oldie-Company“ -, aber anscheinend spielte sie erfolgreich, denn sie warb mit einer Jubiläumstour zum 20-jährigen Bestehen. Am Getränkestand informierten wir uns über das Repertoire, Hits der Stones, Beatles, ZZ Top und ähnliche Größen, und entschieden uns spontan, zumindest einmal hineinzuhören. Noch waren die Bänke recht leer – es war ja auch noch mehr als eine halbe Stunde bis zum erwarteten Konzertbeginn.

 

Kaum dass die Band die ersten Noten losgelassen hatten, war uns klar: die Musik war im Grunde gut, aber das Geräuschvolumen nichts für empfindliche Ohren. Wir zogen uns demzufolge bald zurück, um auch morgen noch etwas hören zu können. Erstaunlicherweise hörten wir sogar noch etwas von der Veranstaltung, als wir in der knapp 1,5 Kilometer entfernten Ferienwohnung ankamen. Für die direkten Anwohner und Urlaubsgäste muss das eine Zumutung gewesen sein, die erst gegen Mitternacht ein Ende nahm.