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Brücke nach Ummanz
Waase - Ortsanfang
Mini-Leuchtturm
Michael Wendler: Darauf hat ganz MVP gewartet!
Ernst-Moritz-Arndt-Turm...
...auf dem Rugard.

West- und Zentral-Rügen

Ein Blick in die Karte von Rügen und uns wurde klar: wir hatten den Norden, den Osten und den Süden der Insel gesehen, jetzt fehlte eigentlich nur noch der Westen. Merkwürdigerweise scheint es im Westen nicht halb so viele sehenswerte Stationen zu geben wie auf dem Rest der Insel. Kurz schwankten wir noch, ob wir uns trotzdem auf den Weg dorthin machen sollten, entschieden uns aber dann für eine Tour Richtung Patzig, etwas nördlich von Bergen, und weiter nach Ummanz, einer Halbinsel zwischen Rügen und Hiddensee. Ummanz erreicht man über eine Brücke bei Waase, von der man einen wirklich schönen Blick auf die umgebenden Gewässer hat.

 

Zwischen Patzig und dem Örtchen Woorke (genauer gesagt: den "Woorker Bergen") gibt es eine größere Ansammlung von Hügelgrab-Anlagen, um die man auch herum wandern kann. Den Cache-Koordinaten zufolge, hätten wir einmal quer durch das Getreide bestandene Feld gehen müssen, um den dort liegenden Cache zu heben. Angesichts der Tatsache, dass rund um uns herum fleißig geerntet wurde, vermieden wir das Risiko, vom Bauern höchstpersönlich eine Lektion in Pflanzenschutz erteilt zu bekommen und zogen lieber unverrichteter Dinge weiter.

 

Nach unserem Abstecher nach Ummanz wagten wir einen Vorstoß zur Wittower Fähre, die hier alltäglich hunderte Autos über den Breetzer Bodden in den Nordteil von Rügen transportiert – eine Alternative zur Strecke über die Schaabe. Anschließend besuchten wir noch die Kirche von Schaprode, einem der Fährhäfen für Hiddensee-Besucher. Die Kirche soll aufwändig restauriert werden, wofür aktuell 100.000 Euro Spendengelder benötigt werden. Wir konnten den Spendenbedarf leider nicht deutlich reduzieren.

 

Nach kurzem Stopp in einem Lokal in Trent, ging es nun zurück nach Bergen, wo wir noch einen weiteren Cache zu finden hofften. Zielort war der Ernst-Moritz-Anrdt-Turm auf dem Rugard, einem Hügel, den Rügener als Berg bezeichnen. Der sehr schön restaurierte Turm bietet auf unterschiedlichen Platformen schöne Ausblicke auf die nähere und weitere Umgebung. Wir hätten uns gewünscht, die vielfältigen Informationen über den Namensgeber und das Bauwerk selbst in einem Flyer mit nach Hause tragen zu können, aber nichts dergleichen war vor Ort erhältlich. Eine Marktlücke! Wer Kinder mit hierher bringt, wird sich wahrscheinlich über die sommers wie winters geöffnete Rodelbahn freuen, die sich nah am (kostenlosen!) Parkplatz befindet.

 

Unser Abendessen nahmen wir an unserem letzten Tag vor Ort noch einmal im „Ristorante Del Mare“ ein, eine Wahl, die wir nicht bereut haben! Wir erhielten eine ganz vorzügliche Grillplatte für 2 Personen mit Rind-, Schweine- und Geflügelsteak, das wir so schmackhaft selten gegessen haben. Am Ende passte nicht einmal mehr ein hausgemachtes Eis „auf die Faust“ in die vollen Mägen. Schade eigentlich! Kinder haben große Chancen auf bevorzugte Behandlung insbesondere am Eisstand des Lokals, wie wir beobachten konnten. Für den Abend geben die Betreiber übrigens Decken aus, damit einen der kühle Abendwind nicht vorzeitig vertreibt. Wenn wir gewollt hätten, hätte man uns auch die aufgestellten Heizstrahler angezündet. Wir empfehlen das Lokal dringend zum Besuch.