16.06.2019 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Kirche von Petersdorf
Sakramentshaus
Altar
Taufbecken
Detailansicht
'Rest' der Südermühle

Finale

Der Morgen empfing uns mit starken Winden und heftigen Regenfällen, die sich mit kurzen sonnigen Perioden abwechselten. Trotzig griffen wir zu unseren Regenjacken und brachen zu einer ausgedehnten Caching-Tour in den Norden der Insel auf. Stadt auswärts passierten wir eine nicht enden wollende Autoschlange, die für die Hauptstraßen der Insel nichts Gutes befürchten ließ. Wir nahmen also die erstbeste Nebenstraße und fuhren einfach über die Dörfer. Das hatte den Nebeneffekt, dass wir im Laufe unserer Tour insgesamt 17 Caches loggen konnten, die quasi am Wegesrand auftauchten.

 

Gegen Mittag kehrten wir ins nette Restaurant und Café „Niobe“ am gleichnamigen Denkmal bei Gammendorf ein, das uns aus einem früheren Aufenthalt auf Fehmarn wegen seines hausgemachten Kuchens noch bestens in Erinnerung geblieben war. Erfreut durften wir feststellen, dass sich weder an der Qualität der Speisen noch der Getränke etwas geändert hatte. Lediglich die Bedienung schien gewechselt zu haben. Gäste können die als Platzdeckchen ausgelegten Übersichtskarten von Fehmarn mitnehmen, wenn sie möchten. Vom Strandweg aus konnten wir später eine beeindruckende Schlechtwetterfront über Puttgarden bis nach Dänemark ziehen sehen, deren Ausläufer auch uns mit einigem Regen bedachten.

 

Den Rückweg nach Burg traten wir über Dänischendorf und einen Halt in Petersdorf an, wo wir die Johanniskirche mit ihrem weithin sichtbaren Turm besuchten. Wie schon die Kirche in Burg geht auch dieser sakrale Bau auf das 13. Jahrhundert zurück und beherbergt einige eindrucksvolle Stücke aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Besonders ins Auge gefallen ist uns das als Turm gestaltete Sakramentshaus aus dem 15. Jahrhundert, das neben dem Altar steht, wo sich auch der dreiflüglige Klappaltar befindet, der in der Zeit nach 1390 entstanden sein soll. Hinweis an die Hobby-Fotografen: die Kirche ist außen von einem Ring aus Bäumen umstanden, der zumindest im Sommer Aufnahmen des Bauwerks nahezu unmöglich macht. Außerdem ist die Kirche innen leider nur schlecht ausgeleuchtet. Stativ und/oder eigene Lichtquellen steigern die Qualität selbstgemachter Aufnahmen deutlich!

 

Nach diesem längeren Besichtigungstermin nahmen wir uns noch Zeit für einen Abstecher zur alten Mühle (Südermühle). Leider ist inzwischen nur mehr ein Flügel vorhanden. Die übrigen werden Opfer vergangener Stürme geworden sein. Schade, dass die Besitzer hier nichts instandsetzen! Den Besuch des historischen Lokals in der Mühle sparten wir aus und setzten unseren Weg zurück über Lemkendorf und Landkirchen fort.

 

Den Ort Lemkenhafen hatten wir schon 2006 erkundet. Insbesondere das Mühlenmuseum lohnt einen Abstecher! Wie erwartet, landeten wir kurz vor Burg wieder in einer Autoschlange. Dem Rundfunk zufolge hatte man sich zur Sperrung der Fehmarnsundbrücke für Gespanne und hohe Fahrzeuge (LKW) entschlossen, weil der starke Wind einfach zu gefährlich geworden war. Ab Windstärke 7 sei das üblich, erfuhren wir später von unserer Vermieterin.

 

Bei unserer Rückkehr war die eigentliche Kaffeezeit zwar schon überschritten, Frau Hansen war aber trotzdem gern bereit, uns zu unseren Quarkbällchen vom Vortag noch eine Kanne Kaffee zu kochen. Damit überbrückten wir mühelos die Zeit bis zum Abendessen, für das wir uns wieder in die Innenstadt von Burg begeben wollten – allerdings nicht in die „Traube“!

 

Bereits auf dem Parkplatz wurde deutlich, dass sich die Menschenmassen des Wochenendes verlaufen haben würden. Tatsächlich gab es in jedem Lokal reichlich Platz in der Außengastronomie, den viele Gäste sicher aufgrund des Wetters vermieden. Wir ließen uns im Restaurant „Korfu“ nieder, dessen ausladende Markise dem starken Wind tapfer trotzte und das am Vortag aus allen Nähten zu platzen drohte. Heute erhielt jeder Gast prompt einen freien Tisch. Vom Preis-Leistungsverhältnis her gibt es absolut keinen Anlass zur Beschwerde, und genau so hatten wir es auch aus unserem vormaligen Besuch in Erinnerung. Satt und zufrieden machten wir uns auf den Heimweg.

 

Morgen würden gut 2 Wochen Urlaub Geschichte sein. Schade! Von uns aus hätte es noch eine Weile weitergehen können mit der Entdeckungstour im hohen Norden der Republik.