12.12.2018 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Ceasar's Palace, Las Vegas
Im Zion National Park
Am Half Dome im Yosemite National Park
An der Route 66
Golden Gate Bridge, San Francisco
Rainer Martini in Aktion
Reichlich Zuschauer beim Sonnenaufgang
Am Bryce Canyon
Am Grand Canyon

Man gönnt sich ja sonst nichts!

Jahrelang hatten wir schon davon gesprochen, einmal gemeinsam in die Staaten zu reisen, von den unterschiedlichsten Aussichtspunkten die Skylines der diversen Großstädte zu betrachten oder auch in die Schluchten des Grand Canyons hinabzusteigen. Immer war uns irgendetwas dazwischen gekommen. Horst besitzt eine Reihe von ziemlich eindrucksvollen Dias, die seiner Tour von vor über 20 Jahren entstammen. Das Material lagert schon seit langem in Kisten im Keller. Natürlich haben wir inzwischen auf Digitalfotografie umgestellt. Heutige Bilder würden daher digital im Rechner landen und so stets abrufbar sein.

 

Als wir zum Jahreswechsel 2009/2010 Rainer Martinis Angebot eines Fotokurses im Südwesten der USA lasen, gab es kein Halten mehr: Da sind wir dabei!, hieß es zweifelsfrei. Die Reisebeschreibung las sich so interessant wie stressig: innerhalb von 15 Tagen lagen 10 Stationen vor uns, angefangen am 11. September in San Francisco und endend am 25. September in Los Angeles. Dazwischen gab es Aufenthalte im Yosemite National Park, im Death Valley, in Las Vegas, am Grand Canyon, im Monument Valley, am Bryce Canyon, und wir würden auch ein Stück der Route 66 sehen. Das hieß überwiegend einmalige Übernachtungen in direkter Nähe zu den fotografisch wertvollen Punkten und mehrere tausend Kilometer Gesamtstrecke. Urlaub war das nicht. Der Schwerpunkt der Tour lag vielmehr auf eben jenen Fotos, die hoffentlich völlig anders werden würden als die üblichen Touristenaufnahmen.

 

Maximal acht Personen sollten in den beiden Mietwagen Platz finden, die Rainer und ein weiterer Freiwilliger auf der Reise steuern wollten. Bisher kannte man sich maximal von ein paar Einträgen im Nikon-Fotografie-Forum. Die Neugierde war dementsprechend groß. Mit dem Tag der Buchung wuchs die Vorfreude auf die diversen Sehenswürdigkeiten von San Francisco bis Los Angeles und auf die professionelle Beschulung durch Rainer.

 

Horst legte sich noch kurz vor Reiseantritt eine Nikon D700 zu, konnte Anke aber nicht davon überzeugen, sich statt mit ihrer kleinen LUMIX (Panasonic DMC-LX3) mit der ebenfalls vorhandenen D200 zu befassen. Sie habe schon genug mit dem recht umfangreichen Handbuch der Pocket-Kamera zu tun, wurde konstatiert, da muss eine vollwertige Kamera vor Ort erst einmal reichen. Diese Selbstbeschränkung sollte sich in zweierlei Hinsicht rächen: Erstens kennzeichnete man sich mit einem derartigen Werkzeug von vornherein als Dilletantin unter lauter ernsthaft an Digitalfotografie interessierten Mitreisenden, was die Kommunikation mit dem Kursleiter stark beschränkt; zweitens stößt man mit der Miniversion in Sachen Fotoausstattung in den sprichwörtlichen Weiten der Staaten prompt an die Grenzen des Machbaren und muss sich früher oder später eingestehen, sich einiger besonderer Dokumente seines Aufenthaltes selbst beraubt zu haben.

 

Wir empfehlen also, bei ernsthaftem Wunsch nach guten Fotobelegen eine gute Fotoausrüstung mitzunehmen, insbesondere solche mit ordentlich Brennweite. Nichtsdestotrotz bleibt festzustellen, dass auch mit einer guten Pocket-Kamera wie der LUMIX eindrucksvolle Bilder gelingen, wenn man mit den Funktionen von Weißabgleich bis Farbtemperatur und Blende umzugehen weiß. Dies lernte Anke dank der vorurteilsfreien Hilfe der weiteren Kursteilnehmer, Melita, Robert und Jochen, denen ein ganz besonderer Dank für ihre schier endlose Geduld und Hilfsbereitschaft gebührt. Außerdem raten wir dazu, gutes Kartenmaterial einzupacken, denn nicht nur in den Straßen von San Francisco kann man schon mal die Orientierung verlieren. Unser Garmin leistete in dem Zusammenhang wieder einmal gute Dienste. Kartenmaterial für das GPS in erstaunlich guter Qualität fanden wir übrigens kostenlos im Internet.

 

Abbildungen zum Streckenverlauf (GPS-Aufzeichnung) sind also vorhanden. Außerdem haben wir noch eine Adressliste zu den von uns frequentierten Unterkünften zusammengestellt. Damit dürften die grundlegenden Ansprüche an Orientierung über unser Reiseziel gestillt werden. Wem darüber hinaus etwas fehlen sollte, darf gern nachfragen. Und nun viel Spaß beim Lesen unseres Reisetagebuchs und beim Anschauen unserer Fotos, die hoffentlich Lust auf das Reiseziel und vielleicht auch auf das Hobby Digital-Fotografie machen.

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