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Einsamer Baum im Bryce Canyon
Auf dem Weg nach Vegas
Zion National Park
'Schneemann' im Valley of Fire
Alter Indianer (liegend) mit Federschmuck
Außenansicht 'Flamingo'

Zieht euch warm an!

Man glaubt es kaum, aber auch in Wüstenregionen kann es mitunter ziemlich kalt werden. Wie kalt, durften heute Morgen fünf eifrige Fotografen am und im Bryce Canyon feststellen. Klar, die Fotos waren einfach einmalig, ohne Frage! Die Temperaturen schienen allerdings auch nicht ohne gewesen zu sein. Ziemlich durchgefroren kehrte die Fotogilde ins Hotel zurück und wärmte sich ausgiebig am heißen Tee respektive Kaffee beim Frühstücksbuffet. So kam es ausnahmsweise zu einer recht späten Abfahrtszeit in Richtung Las Vegas, unserer gewohnten "Brückenstation" zwischen zwei eigentlichen Zielen unserer Reise.

 

Wir hatten dementsprechend wenig Eile und konnten einige Zwischenstopps einlegen, jedenfalls theoretisch. Praktisch beurteilen Fotografen allerdings hauptsächlich anhand des Lichteinfalls, ob sich ein solcher Stopp nun lohnt oder nicht. Darüber gab es wiederum unterschiedliche Ansichten innerhalb des "Führungsfahrzeugs" unter Leitung von Rainer und der Besatzung des von Robert gesteuerten Wagens.

 

Horst hätte beispielsweise liebend gern das "Checkerboard Mesa" am Eingang zum Zion National Park abgelichtet, stieß aber auf wenig Gegenliebe im "Führungsfahrzug" für diesen Wunsch, sodass wir unverrichteter Dinge durchstarten mussten. Auf die gleiche Weise hatten wir schon den Red Canyon durchfahren, ohne die beeindruckend leuchtenden Felsen auch nur eines einzigen Fotos zu würdigen. Erschwerend kam hinzu, dass an zentraler Stelle die Straße und Tunneldurchführung mit Ampelschaltungen zu einspurigen Durchfahrten verengt worden waren. Da hieß es zwangsläufig ohne Halt weiterfahren. Wirklich schade!

 

Dementsprechend groß war die Vorfreude auf den "Valley of Fire", in dem es einige figürliche Felsformationen in typisch leuchtendem Rot zu finden gab. Tatsächlich gestaltete sich die Fahrt zu einem echten Suchspiel bei brüllender Hitze, an dem Anke und Horst bald keinen Gefallen mehr fanden. Wie gut, dass so ein Auto eine funktionierende Klimaanlage besitzt, dank deren Hilfe man auch eine Wartezeit von mehr als 15 Minuten schadlos überstehen kann, wenn man nur den Motor weiter laufen lässt. Umweltfreundlich ist das zwar nicht, aber darauf kam es uns nun auch nicht mehr an. Jedenfalls gaben sich sowohl Robert, Melita, Jochen und Rainer, die sich hinaus in die Hitze gewagt und diverse fotografische "Beutestücke" eingesammelt hatten, als auch Anke und Horst sehr zufrieden mit ihrer jeweiligen Entscheidung.

 

Gegen 18 Uhr trafen wir also nach beinahe neun Stunden auf Achse in Las Vegas ein. Nun hieß es erst einmal abkühlen, um möglichst bald die leeren Akkus in Form von knurrenden Mägen aufzutanken, bevor man sich noch einmal mit der Kamera auf Tour begab. Nachtaufnahmen vom Lichtermeer in Vegas standen auf dem Programm. Anke hatte sich vorgenommen, die Wasserspiele vor dem Bellagio als HD-Film zu verewigen - eine der vielen Funktionen ihrer kleinen Kamera, die sie auf dieser Reise ausprobieren wollte.

 

Es hätte uns skeptisch machen sollen, auf Anhieb eine recht freie Stelle für dieses Vorhaben zu finden, obwohl der Menschenandrang ansonsten recht groß war. Keine drei Minuten später hatten wir den Grund in Form von reichlichen Mengen an Wasserspritzern auf unseren Objektiven gefunden. Schnell wurde für die nächste Einspielung ein neuer Standort belegt, und so kam doch noch ein komplettes Programm zur Titanic-Melodie "My heart will go on" von Celine Dion auf die Speicherkarte. Immerhin.

Mehr Bilder zum Genießen - ohne Kommentar!