12.12.2018 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Todtnauer Wasserfälle - Nr. 1
Kein Schild anbringen, hätte der Baum gesagt!
Hoch- oder Querformat, das ist hier die Frage!
Riesenbaum am Todtnauer Wasserfall

Ab in den Süden!

Vor uns lagen an diesem Tag gut 500 Kilometer Strecke und eine reine Fahrzeit von rund fünf Stunden bis nach Todtnauberg, einer kleinen Gemeinde im südlichen Schwarzwald. Wie zu erwarten war, gab es reichlich Reiseverkehr auf den Autobahnen, aber der befürchtete Dauerstress durch Stau blieb uns erspart. Bei allerbestem Wetter schwommen wir mit der Reisewelle mit, ohne der Versuchung zu erliegen, die Maximalleistung aus unserem Wagen zu kitzeln, und kamen recht entspannt am Nachmittag am Zielort an.

 

Unsere Gastgeber - wie sich bald herausstellte gebürtige Schweizer -  führten uns erst einmal auf unser Zimmer und boten uns anschließend einen Willkommensdrink an, den wir gern annahmen. Es folgte ein kleiner Rundgang durch das Hotel Arnica (wir haben natürlich wieder nicht daran gedacht, uns Schwimmzeug einzupacken, also entfiel der Poolbesuch!), das am Ende einer ziemlich steilen, kurvenreichen Bergstraße lag. Alles machte auf Anhieb einen sehr guten Eindruck. Dass wir die einzigen Deutschen im Haus sein würden, hatte auch die Gastgeber völlig überrascht, erfuhren wir später. Das hatte es zuvor noch nicht gegeben. Nun ja, wir hegen keine Vorbehalte gegen Schweizer, also würde das schon klappen.

 

Vor dem Abendessen vertraten wir uns auf einer ersten Tour durch den Ort ein wenig die Füße. Immerhin gab es in unmittelbarer Nähe die Todtnauer Wasserfälle (Deutschlands höchster Naturwasserfall). Dabei wurde uns zweierlei bewusst: a) was auch immer wir hier erkunden wollten, die Wege waren ziemlich steil und damit sehr mühsam; b) die Auswahl an Gastronomie war ausgesprochen beschränkt! So beglückwünschten wir uns zu der Entscheidung, von vornherein Halbpension mitgebucht zu haben. Auch ohne vollen Magen stellte das Erfordernis, wieder hinauf zu unserem Hotel zu kraxeln, eine ziemliche Herausforderung dar. Es rächt sich, ein eher unsportliches Leben zu führen.

 

Als wir später im gemütlichen Restaurant des Hauses den ersten von vier Menügängen vor uns stehen sahen, wussten wir, dass dies eine der besten Entscheidungen gewesen sein musste, die wir getroffen hatten. Der Gastgeber und Koch, zauberte ganz wunderbare Gerichte auf die Teller, und der dazu angebotene Wein passte ebenfalls hervorragend. Das konnte der Start eines wunderbaren Urlaubs werden ...!