12.12.2018 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Belchen-Bahn
Auf dem Belchen
Weitblick
Bizarre Bäume
Blick ins Tal
Warten auf das richtige Licht
Fahler Wasserfall

Berg und Tal

Die erste Nacht "unter Schweizern" war sehr erholsam ausgefallen, darum stand ein frühes Frühstück an und reichlich Zeit für einen ersten Gipfelsturm. Zwei recht bekannte Aussichtspunkte befanden sich nur wenige Kilometer entfernt: der Feldberg - höchster Berg im Schwarzwald - und der Belchen. Wir begannen mit dem Belchen (immerhin gut 1400 m hoch), der einen besonders schönen Fernblick versprach und an diesem Morgen nur wenige Besucher angezogen hatte. Wir wollten diesen Tag ganz entspannt angehen und kauften uns ein Ticket für die Belchen-Seilbahn, statt einen der Wanderwege hinauf zu nehmen. Vielleicht würden wir ja den Rückweg zu Fuß angehen.

 

Warum hatten wir eigentlich die Gutscheinkarten in Hotel liegen gelassen? Ab drei Übernachtungen war die Berg- und Talfahrt umsonst - wenn man denn den Gutschein vorweisen konnte! Wir konnten nicht. Die Kassiererin blieb unbeeindruckt, also mussten wir zahlen (7 Euro pro Person). Wenige Minuten später hatte uns eine der gelben Kabinen der Bahn sehr bequem auf Bergstation verfrachtet, und so genossen wir das eindrucksvolle Panorama auf einem Rundkurs um den Gipfel. Die fast menschenleeren Wege führten uns vorbei an den Resten der Wintersaison (es gab tatsächlich noch Schneefelder!) und skurrilen Baumleichen, die ihre vertrockneten Stämme in den blauen Himmel reckten. Vielleicht hatte hier einmal eine Feuersbrunst getobt. Auf dem baumlosen letzten Stück des Weges kamen wir richtig ins Schwitzen und suchten Abkühlung in der Gaststätte der Seilbahnstation, die jetzt recht gut besucht war.

 

Inzwischen war es Mittagszeit geworden. Hungrig waren wir nicht, nur durstig, also blieb es beim Kaltgetränk, mit dem wir neuen Schwung für das nächste Ausflugsziel holten: den Feldberg. Zu unserer Überraschung hatten sich wahre Touristenmassen dieses Terrain erobert, also wendeten wir ohne auszusteigen den Wagen und begaben uns statt hinauf auf den Berg hinunter zum Fahler Wasserfall (dem "kleinen Bruder" des Todtnauer Wasserfalls).

 

Das Schild am Einstieg nannte 0,2 km - es wurden die längsten 200 Meter, die wir je gelaufen sind! Wahrscheinlich hatte man "Luftlinie" nach unten gemessen, denn es dauerte eine Ewigkeit, bis wir auf steilen Wegen endlich an einem Punkt ankamen, von dem aus man freie Sicht auf den Wasserfall hatte. Zu allem Überfluss schoben sich zunehmend Wolken vor die Sonne, aber wir wollten den Weg nicht völlig umsonst gemacht haben und warteten auf eine gute Gelegenheit für ein paar Aufnahmen. Der Weg zurück raubte uns fast den Atem. Jetzt hatten wir uns wirklich eine Pause verdient!

 

Bereits am ersten Abend in Todtnauberg hatten wir eine schöne Gaststätte unten im Ort entdeckt (Café Restaurant "Waldblick", Schwimmbadstraße - liegt auf dem Weg zum Wasserfall). Bei der nahmen wir jetzt zwei Tassen sehr guten Cappuccino und ebensolchen Kuchen zu uns. Die paar Regentropfen, die dann noch fielen, wurden vom großen Biergartenschirm aufgefangen und machten uns nichts aus. Zufrieden begaben wir uns also wieder auf den Weg zurück ins Hotel, wo uns zum Abend ein weiteres 4-Gänge-Menü erwartete. Herrlich!