12.12.2018 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Eingang Burg Veldenstein
Seitenblick
Brunnen im Innenhof
Blick hinab in den Ort
Steinerner Trunkenbold auf der Plassenburg
Kulmbach bei Nacht
Krugregal für Stammgäste des Kommunbräu - diebstahlsicher!

Stein-Zeit

Fast alle Ziele rund um Kulmbach hatten wir in den Vortagen "abgearbeitet", nur die örtliche Plassenburg sowie Pegnitz respektive Pottenstein mit der Teufelshöhle waren noch offen. Also war das Tagesprogramm klar. Kurz vor der ersten Führung des Tages trafen wir an der Teufelshöhle ein. Mit uns wartete lediglich eine fünfköpfige Familie, damit war die Mindest-Teilnehmerzahl erreicht. Unsere Hoffnung auf eine möglichst kleine Gruppe, mit der wir das Innere besichtigen konnten, zuerschlug sich jedoch bald. Auch die Begeisterung über die Nachricht, dass das Fotografieren erlaubt war, legte sich kurz nach Beginn der Führung, zu der sich letztlich mindestens 20 Personen eingefunden hatten. Das konnte unübersichtlich werden!

 

Wahrscheinlich war man sich bewusst, dass weder die Gruppenstärke noch die neuerdings angebrachte Lichtinstallation dazu antan waren, vorzeigbare Fotos von den besonders gekennzeichneten Stellen der Höhle zu bekommen. Zu allem Überfluss wurde das Licht jeweils kurz nach Abzug des Trosses abgeschaltet, sodass nicht nur die teilnehmenden Kinder ihre Beine in die Hand nehmen mussten, um nicht im Dunkeln zu stehen. Unsere Enttäuschung war darum groß und hielt sich bis zum bitteren Ende. Fazit: Im Vergleich zu anderen Tropfsteinhöhlen, die wir schon besichtigt hatten, kann die so stark angepriesene Teufelshöhle absolut nicht mithalten - Lichtinstallation hin oder her! Wir hätten uns den Besuch schenken können.

 

Unweit von Pottenstein gibt es allerdings ein sehr interessantes Objekt zu bestaunen: die Burg Veldenstein. Hier genossen wir in der Burg-Gastronomie einen sehr guten Cappuccino, nachdem wir das eindrucksvolle Gemäuer ausführlich begangen und abgelichtet hatten. Neben den hölzernen Wehrgängen entlang der Burgmauer gehört der Blick aus dem Turmfenster hinunter auf den Ort zu den Dingen, die man sich hier nicht entgehen lassen sollte, auch wenn die schmalen Stiegen insbesondere beim Abstieg doch einige Vorsicht erfordern.

 

Bis zum Abend war noch reichlich Zeit, und diese investierten wir in die Besichtigung der Plassenburg, zu der vom Marktplatz in Kulmbach ein kostengünstiger Pendelbusverkehr eingerichtet ist. Es gibt natürlich besonders fitte Mitmenschen, die den steilen Weg hinauf zu Fuß oder - noch eindrucksvoller - mit dem Fahrrad bewältigen, aber zu denen gehören wir definitiv nicht. Auch von der Plassenburg ergeben sich faszinierende Blicke auf die darunter liegende Stadt. Wer sich für Zinnsoldaten interessiert, der sollte übrigens einen Besuch im integrierten Deutschen Zinnfigurenmuseum ins Auge fassen. Es sollen immerhin ca. 300.000 Einzelfiguren zu besichtigen sein. Wir beschränkten uns mangels Zugang zu dieser Thematik auf die äußerliche Besichtigung der Anlage.

 

Kurz vor Einsetzen eines weiteren Regenschauers trafen wir an der Haltestelle des Busses ein und warteten geduldig auf die nächste Mitfahrgelegenheit zurück in den Ort. Für einen gelungenen Tagesabschluss sorgte je eine Portion "Schäufela" (eines der "Nationalgerichte" Frankens) sowie zwei Gläser hausgemachtes Bier im "Kommunbräu" und die Gelegenheit, unseren Aufenthalt mit einigen "Nachtaufnahmen" der Gassen rund um unser Hotel abzuschließen. Bei unserem nächsten Besuch würden wir von Anfang an im "Kommunbräu" zu Abend essen und uns eine Stadtführung organisieren. Das hatten wir bei unserer Premiere vor Ort verabsäumt. Am nächsten Morgen sollte die letzte Etappe unserer Urlaubsreise angetreten werden: zurück in den Schwarzwald.