11.12.2018 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Schloss Pommersfelden
Portal
Nahaufnahme Portalfiguren (mit Greifvogel)
Wo ist das Vögelchen?
Froschkonzert gefällig?
Froschauge sei wachsam!
Abmarsch der Zimmerleute

Von Kulmbach nach Gengenbach

Überraschenderweise zeigte sich heute Morgen beim Blick aus dem Fenster, dass der Parkplatz vor der Hoteltür ausnahmsweise frei war. Die Gelegenheit war also günstig, und Horst nahm sie sofort war. Damit konnten wir den Wagen ohne viel Lauferei mit unseren Habseligkeiten beladen und die Weiterreise direkt von der Hoteltür aus antreten. Auf den Straßen war reichlich Verkehrsaufkommen, was angesichts des bevorstehenden Maifeiertags nicht anders zu erwarten gewesen war. Wir gönnten uns trotzdem einen Zwischenstopp beim Schloss Pommersfelden, das vor Ort mit Schloss Weißenstein beschildert war (warum auch immer).

 

Vergeblich versuchten wir uns im Innenhof an Aufnahmen eines kleinen Greifvogels, der sich das Gebäude wohl als Nistplatz auserkoren hatte. Die Brennweite unseres Objektivs war einfach nicht ausreichend, und der Vogel positionierte sich leider auch nicht entgegenkommend. Schade! Zur Entschädigung gönnten wir uns einen Besuch des Schlossgartens (Zutritt über ein Drehtor nach Einwurf des passenden Eintrittgelds von einem Euro), an dessen Teich ganze Heerscharen von Wasservögeln und der Geräuschkulisse nach auch Kröten oder Frösche Heimat gefunden hatten. Die Amphibien verstummten, sobald man in Sichtweite kam, und sprangen ins Wasser, wenn man die Fluchtdistanz erreichte - oft, ohne dass man die Tiere zuvor überhaupt entdeckt hatte. Gar nicht so einfach, Fotobelege von ihnen zu bekommen.

 

Wie geplant trafen wir am Nachmittag in Gengenbach ein und wurden aufgrund des einsetzenden Regens mit hoteleigenen Schirmen in unser Zimmer im Hotel "Die Reichsstadt" geführt. Nach dem Auspacken blieb uns noch reichlich Zeit, einen ersten Rundgang durch das malerische Städtchen zu unternehmen und uns ein passendes Lokal für eine Kaffeepause auszusuchen. Von unserem Tisch aus hatten wir freien Blick auf den Marktplatz, auf dem gerade die Vorbereitungen für ein Freiluftkonzert und das Aufstellen des Maibaums stattfanden. Richtig: Tanz in den Mai war ja immer am 30. April! Daran hatten wir überhaupt nicht gedacht. Eine größere Anzahl von Zimmermännern in typischer Kluft tauchte auf, zog aber schneller wieder ab, als wir unsere Kameras schussbereit machen konnten.

 

Immer mehr Besucher nahmen an den Biertischen und auf den Bänken um den Maibaum Platz, während die Musiker des lokalen Orchesters erste Kostproben ihres Könnens gaben. Das konnte ja heiter werden! Wir drückten den Feierwilligen die Daumen, dass aus den gelegentlich fallenden Regentropfen kein durchgehender Schauer werden würde, und zogen uns zum Abendessen in unser Hotel zurück. Das dort gereichte Menü wurde allen Ansprüchen an gehobene Küche gerecht, und unser Kellner erwies sich als sehr kompetenter, aufmerksamer Fachmann, auf dessen Weinempfehlung wir uns gern einließen. Er würde vierzehn Tage nach unserem Besuch seine Abschlussprüfung ablegen, erfuhren wir beiläufig. Wenn er dort genauso professionell aufgeteten ist, dürfte der Gastronomie inzwischen eine Zierde seiner Zunft erwachsen sein. Toi, toi, toi!