17.11.2018 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Gewitter über Rapsfeld
Schwindebachquelle I
Schwindebachquelle II
Zugang zum Rundweg Pietzmoor
Pietzmoor I
Pietzmoor II

Fotomotive gesucht!

Sowohl von unserem Balkon als auch von unserem Tisch im Frühstücksraum aus blicken wir auf die dem Hotel vorgelagerten Wiesen und Waldstücke. Herrlich! Enttäuschenderweise bildet sich während unseres gesamten Aufenthaltes leider kein Frühnebel mehr, der sich so schmuck auf unseren Fotos gemacht hätte. Dafür sorgt das zerstreute Auftreten unseres Gastgebers im Bemühen, die individuellen Frühstückswünsche seiner Gäste zu erfüllen, allmorgendlich für Heiterkeitsausbrüche. Halims Ritual, die Wetterdaten auf eine Tafel im hinteren Bereich des Speiseraums zu notieren, wird von allen sehr gern als Gelegenheit angenommen, miteinander über Wander-, Foto- und sonstige Bedingungen für den bevorstehenden Tag zu philosophieren. Und allein schon wegen der von "Mama" selbstgestrickten Eierwärmer hätte sich der tägliche Verzehr von Frühstückseiern gelohnt. Besser kann ein Urlaubstag einfach nicht starten!

 

Wir machen uns auf zur Schwindebachquelle bei Schwindebeck, einem kleinen Ort ziemlich mittig zwischen Bispingen im Westen und Amelinghausen im Osten etwas außerhalb des Naturparks Lüneburger Heide. Die Quelle ist immerhin die zweitgrößte Niedersachsens. Hier tritt das Wasser mit einer Geschwindigkeit von 60 Litern pro Sekunde(!) an die Oberfläche, im Gepäck feiner weißer Sand, an dessen Bewegungen sich die Strömungsintensität gut verfolgen lässt. Der etwa 30 qm große Austrittsbereich der Quelle lässt sich nur schwierig ablichten, da er dicht von Bäumen umstanden ist, deren Blätter sich auf der Wasseroberfläche spiegeln. Wohl dem, der einen Polfilter sein eigen nennt! Wir haben leider noch keinen.

 

Noch eine Enttäuschung an der nächsten Station: das alte Mühlengebäude in Sudermühlen bei Egestorf ist leider gänzlich in einem Gastronomie- und Hotelbetrieb aufgegangen, sodass keine Mühlencharakteristika mehr erkennbar sind. Schade! Also auf zum nächsten Objekt: das Pietzmoor bei Schneverdingen, eine beeindruckende Landschaft aus Wasser und Pflanzen, die aufgrund der Torfwirtschaft beinahe vernichtet worden wäre. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts begann man allerdings, die ursprüngliche Moorlandschaft zu renaturieren. Heute kann man auf zwei unterschiedlich langen Wegen das Moor durchwandern und auf einem Lehrpfad einige interessante Fakten zu diesem Naturraum kennenlernen. Wir nahmen uns viel Zeit für den etwa 5 km langen Rundweg und fanden sogar den einen oder anderen Cache, den die Cachergemeinde hier ausgelegt hatte. Die Motive wollten einfach nicht ausgehen - genau so hatten wir uns das vorgestellt!

 

Auf dem Heimweg überlegten wir, in welchem Restaurant wir wohl zu Abend essen sollten. Unsere Wahl fiel letztlich auf das Hotel Heiderose, in dem allem Anschein nach dutzende Fahrradurlauber einkehrten - unschwer zu erkennen an den langen Reihen abgestellter Räder vor dem Hotel. Man trifft sich offenbar sehr gern an der gut besuchten Theke, die direkt ans Restaurant grenzt. Entsprechend akustisch untermalt gestaltete sich unser Abendessen, das ansonsten nichts zu wünschen übrig ließ. Vielleicht würde sich auch diese Menschenmasse verlaufen, sobald der Feiertag vorüber war, hofften wir.