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Häuserzeile in Ebstorf
Klingonische Kartoffeln
Wasserturm in Lüneburg ...
... mit Hochzeitszimmer

Besuch in Lüneburg

Auf dem Tagesplan für heute steht ein Besuch in Lüneburg. Lüneburg hat nicht nur eine besonders attraktive Innenstadt, sondern auch insgesamt sechs Klöster. Eines der spektakulärsten historischen Gegenstände befindet sich im Kloster Ebstorf: eine mittelalterliche Weltkarte von über 3,5 m Durchmesser - leider nur noch als Reproduktion erhalten. Das Original verbrannte 1943 bei einem Luftangriff. Führungen (kostenpflichtig) durch das Kloster finden nur in bestimmten Zeiträumen statt, zu unserem Aufenthalt zwischen 10 und 11 Uhr vormittags sowie zwischen 14 und 17 Uhr nachmittags. Es herrscht absolutes Fotografierverbot. Für uns ist das ein Argument, uns ohne Besichtigung auf die Weiterfahrt zu machen.

 

In Lüneburg parken wir in einem der öffentlichen Parkhäuser (Achtung: teuer!) in der Nähe des Wasserturms, der unter anderem ein Trauzimmer beherbergt und von dessen Plattform man bei guten Bedingungen eine ausgezeichnete Fernsicht hat. Wir haben das Pech, bei regnerischem Wetter vor Ort einzutreffen, also ist der Blick nicht sonderlich bemerkenswert. Wir haben eine kombinierte Eintrittskarte für den Besuch im Wasserturm und im Salzmuseum erworben und machen uns sogleich auf den Weg dorthin.

 

Die Universitätsstadt Lüneburg ist bei unserem Besuch schwer damit beschäftigt, den neuen Studentenjahrgang mit seinem Studienort vertraut zu machen. Dementsprechend gut besucht ist auch das Salzmuseum. Die Geschichte des "weißen Goldes", mit dessen Hilfe Lüneburg seinerzeit zu Reichtum und Ansehen kam, ist überaus interessant und wird sehr anschaulich vermittelt. Der Besuch gestaltet sich entsprechend ausgedehnt. Witziges Detail: die Eintrittskarte wird an der Kasse in zwei Mini-Salztütchen zum Beleg des Besuchs getauscht. Wer will kann zum Beispiel als Mitbringsel ein Säckchen mit echtem Lüneburger Salz erwerben.

 

Kaum treten wir aus dem Museum heraus, bricht eine Sturzflut an Regen über uns herein, die uns in Nullkommanix völlig durchnässt. An den geplanten Stadtbummel ist überhaupt nicht mehr zu denken, vielmehr steuern wir das nächstliegende Café an und vertreiben uns die Wartezeit bis zum Ende des Schauers mit Trink- und Essbarem. Leider sieht es nicht danach aus, als würde die dichte Wolkendecke sich wieder lichten. Die Fotoausbeute bleibt also ziemlich mager. Hoffentlich stellen sich am folgenden Tag etwas bessere Bedingungen ein, sonst droht der Aufenthalt ziemlich eintönig zu werden.