17.11.2018 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Frisch ausgeschlüpft
Kometenfalter am Kokon
Wandelndes Blatt
Mächtige Raupe
Falter I
Falter II
Falter III

Fototraining im Schmetterlingspark

Was macht man, wenn es im Urlaub regnet? Ich meine, nicht nur MAL EINEN Tag. Ich meine mehrere Tage am Stück? Natürlich hängt das davon ab, wohin es einen verschlagen hat (um davon abzulenken, dass man sich gemeinhin bewusst für ein Urlaubsziel entscheidet). Was also macht man, wenn die Hauptbeschäftigung in freier Natur hätte stattfinden sollen und nicht wirklich viele Alternativen gegeben sind? Man könnte einfach im Bett bleiben, ein Buch lesen oder Fernsehgucken. Traumhafte Vorstellungen für einen Urlaub, der viele neue Eindrücke und vor allem Fotos verschaffen sollte. Wir entscheiden uns für die nächste Möglichkeit: einen Ausflug in den Schmetterlingspark Buchholz.

 

Schmetterlingsparks sind ein wunderbares Trainingsgelände für Möchtegern-Fotoprofis. Im Vergleich zu Raubvögeln und Huftieren bewegen sie sich vergleichsweise langsam und lassen sich aus recht passabler Distanz aufnehmen. Wenn da nur nicht das leidige Thema Belichtung wäre. In Buchholz gibt es zwar jede Menge herumfliegende und herumsitzende Exemplare in den unterschiedlichsten Abmessungen, aber die meisten platzieren sich so, dass man ohne Stativ völlig aufgeschmissen ist, weil die Belichtungszeit ins Unermessliche abgleitet. Damit haben wir mal wieder nicht gerechnet. Zu Hause entpuppt sich denn auch unser Ausflug als völliges Desaster. Kaum ein Foto ist brauchbar. Die meisten sind unscharf, sprich: verwackelt. Da hilft dann auch kein Nachbearbeiten mit unserem Grafikprogramm.

 

Wer es auch einmal probieren will, sollte überdies bedenken, dass in Schmetterlingsparks tropische Klimaverhältnisse herrschen und aus der kälteren Außenwelt mitgebrachte Objektive für mindestens 30 Minuten ständig beschlagen, bevor sie sich aklimatisiert haben. Trotz der Misserfolge betrachten wir den Ausflug als wirklich lohnend, denn man bekommt die Tiere im Wortsinn hautnah mit. Sie fliegen einen mitunter sogar als Landeplatz an und verzieren beispielsweise hemmungslos die angehende Glatze der männlichen Besucher genauso wie die Lockenpracht der weiblichen (oder umgekehrt). Es ist schwer, der Versuchung zu widerstehen, die Tierchen anzufassen, was sich selbstverständlich völlig verbietet.

 

Zum Ausklang des Tages verweilen wir noch kurz bei der Mühle in Dibbersen, die leider nur sonntags für ein Stündchen geöffnet ist (12 - 13 Uhr). Damit lassen wir es dann bewenden und hoffen auf besseres Wetter für die nächsten Urlaubstage.