12.12.2018 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Auf dem Hasenhorn ...
.. Blick auf den Feldberg
Oben Feldberg ...
... unten Todtnau
Schweizer Alpen in der Ferne
Blick von unserem Balkon
Gefiederter Besuch (Buchfink)
Gefiederter Besuch (Meise)

Wandertag

Von unseren Gastgebern hatten wir erfahren, dass man mit der Gästekarte die Möglichkeit erhält, im gesamten Schwarzwald kostenlos den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Damit könnten wir nicht nur Freiburg mit Bus und Bahn besuchen (gut 30 km von Todtnau entfernt), sondern auch Basel. Die Vorstellung hatte durchaus ihren Reiz - bis uns klar wurde, welcher Tag heute war. Der "Tag der Befreiung", wie der Tag der Kapitulation Hitler-Deutschlands in der DDR hieß, wird in diversen Ländern gefeiert, so zum Beispiel als "Siegestag" in Frankreich. Es war laut unseren Gastgebern durchaus damit zu rechnen, dass etliche Franzosen diesen arbeitsfreien Tag für einen Ausflug nach Freiburg nutzen würden. Damit stand der Entschluss fest, unseren Besuch der grenznahen Stadt auf einen anderen Zeitpunkt zu vertagen.

 

Stattdessen machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein noch einmal auf eine ausgedehnte Wandertour. Dafür nahmen wir in Todtnau den Sessellift hinauf auf den "Hasenhorn", einen rund 1200 m hohen Berg mit der angeblich spektakulärsten Coaster-Bahn Deutschlands. Dort warfen wir vom recht neugebauten Turm einen weiten Blick über Täler und Gebirge bis zu den Alpen (wie gesagt: etwa 150 Kilometer entfernt). Sehr beeindruckend! Auf unserem Weg hinab ins Tal lagen gleich mehrere Caches, die wir nacheinander finden wollten, unter anderem zwei Stationen an ehemaligen Bergbauschächten, die uns wahrscheinlich nicht aufgefallen wären, wenn wir gewöhnliche Wanderer gewesen wären.

 

Im St. Marienstollen wurde seinerzeit Silber abgebaut. Den Eingang erkennt man schon von weitem, aber hineingehen kann man nur gut einen Meter, dann ist alles zugeschüttet. Den Zugang zum Stollen St. Barbara hat man vergittert. Er ist vom Weg aus nicht zu sehen, auch wenn die Beschilderung direkt am Weg steht. Ohne die Koordinaten auf unserem GPS hätten wir ihn nicht gefunden. Genauso ging es uns auch mit einem Aussichtspunkt auf den Ort Todtnau, der wirklich sehr versteckt liegt, aber einen genialen Blick gewährt.

 

Inzwischen war es Nachmittag geworden, darum begaben wir uns auf direktem Wege in das Café am Rathaus (Bäckerei und Konditorei Gutmann) in Todtnau, wo man einen wirklich guten Capuccino sowie eine wirklich riesengroße Auswahl von selbst hergestellten Torten und Kuchen genießen kann. Wahrscheinlich könnte man über Wochen jeden Tag eine andere Sorte probieren, mutmaßen wir.

 

Beim heutigen Abendessen rätselten wir gemeinsam mit unserer Gastgeberin über den Spruch, den die Nachbarn auf ihre Häuserwand haben pinseln lassen: "Ferien vom ich". Für uns alle ergab er einfach keinen Sinn, hatte beinahe etwas Schizophrenes, kam uns aber merkwürdig bekannt vor. Anke nahm sich vor, gelegentlich danach zu googeln.