12.12.2018 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Eingangsschild zum Urwald Sababurg
Zufallsentdeckung: Vogelfütterung ...
in offenbar idealer Brutstätte
Baumriese "Modelleiche" im Urwald Sababurg
Auseinander gebrochener Baumriese
Sieht aus wie ein Schäferhund, ist aber ein Wolf!
Sieht aus wie ein Kätzchen, ist aber ein Luchs!

Es wird ernst: Fotoschulung in Sababurg!

Heute hieß es Abschiednehmen von Verwöhnprogramm und Bergen. Das würde uns fehlen an unserer letzten Urlaubsstation: Sababurg in Hessen. Für unsere Autofahrt war vom Wetterdienst Unwetterwarnung ausgegeben worden. Trotzdem nutzten wir die Gelegenheit, in Heidelberg den Bergfriedhof aufzusuchen, um eine Insider-Information zu prüfen: hier soll es nämlich eine Kolonie von Halsbandsittichen geben (kein Scherz! Von Köln weiß man das ebenso.).

 

Tatsächlich konnten wir bereits kurz nach unserem Eintreffen einige Exemplare herumfliegen und in den Bäumen sitzen sehen. Leider sind grüne Tiere in grün belaubten Bäumen nicht sonderlich gut auszumachen, weshalb wir unsere Suche stark abkürzten. Was uns überhaupt nicht bewusst war, ist, dass der Bergfriedhof eine Art „Besuchermagnet“ darstellt, denn hier liegen etliche historisch relevante Persönlichkeiten wie beispielsweise Friedrich Ebert (Reichspräsident der Weimarer Republik). Ein Faltblatt, das an den Eingängen zum Mitnehmen angeboten wird, macht auf die Grabstellen aufmerksam und empfiehlt entsprechende Rundgänge. Wenn wir nicht noch etliche Kilometer vor uns gehabt hätten, hätten wir das sicher in Angriff genommen.

 

Stattdessen kamen wir in gleich mehrere Staus und damit verhältnismäßig spät in Sababurg an, wo uns unser Navi erst einmal in eine völlig falsche Spur lenkte (offenbar gibt es mehrere Sababurger Straßen, aber keine Hausnummer 15, meint unser Auto). Dank des Hinweises eines Einheimischen standen wir aber kurz nach 18 Uhr vor unserer Ferienwohnung „Dornröschenblick“. Ihren Namen hat sie wahrscheinlich vom nahen „Dornröschenschloss“, der Sababurg. Für romantische Betrachtungen blieb heute allerdings keine Zeit mehr, denn um 19 Uhr sollten wir uns zur Vorbesprechung unseres gebuchten Foto-Workshops in der Gaststätte am Tierpark einfinden.

 

Zusammen mit uns hatten neun Teilnehmer bei Naturfotograf Manfred Delpho einen 2-Tages-Lehrgang zum Thema Wald- und Tierfotografie gebucht. Das, was wir zum Ablauf und Inhalt seines Kurses erfuhren, steigerte die Vorfreude auf die nächsten beiden Tage, die jeweils ziemlich früh beginnen würden. Am Ende sollten wir gelernt haben, wie man die jeweiligen Objekte wirkungsvoll in Szene setzt und richtig belichtet. Ausdrücklich nicht Bestandteil des Kurses sei die eigentliche Bedienung der eigenen Kamera, deren Funktionen man zuvor eingeübt und notfalls im Handbuch nachgelesen haben sollte. Bei der Vielfalt der eingesetzten Kameratypen und ihren Besonderheiten erschien uns das plausibel. Wir hatten für beide Kameras Handbücher mitgenommen (sicher ist sicher).

 

Die Teilnehmer waren im Vorfeld gebeten worden, sich mit einigen selbst gemachten Aufnahmen kurz vorzustellen. Hier wurden die unterschiedlichen Interessen und das Selbstverständnis der Fotofreunde deutlich. Gemeinsamkeiten und Unterschiede ließen darauf hoffen, dass die Zusammensetzung der Gruppe zu keinen großen Problemen führen und die Anleitung durch den Kursleiter ganz bestimmt sichtbar bessere Fotos bewirken würde. Mit dieser Erkenntnis legten wir uns kurz vor Mitternacht in unsere Betten und freuten uns auf den nächsten Morgen.