12.12.2018 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Nachforschungen

An den Kurstagen hatten wir abends im Gasthaus am Thiergarten gespeist, eine Lokal mit überschaubarer Karte zu günstigen Preisen, die vom Vermieter unserer Ferienwohnung betrieben wird. Am Vorabend hatten wir uns entschlossen, eine Alternative auszuprobieren, waren aber vom ausgewählten italienischen Restaurant in Hofgeismar (Pizzeria RIALTO am Töpfermarkt, 15 km entfernt und doch die nächstliegende Möglichkeit) bitter enttäuscht worden. Damit war klar, wir würden uns mangels gastronomischem Angebot fortan selbst bekochen.

 

Nach dem Frühstück führte unser Weg also erst einmal in den nächsten Supermarkt (ebenfalls in Hofgeismar). Anders als gedacht verspürten wir das dringende Bedürfnis, unserem Fotoequipment eine Pause zu gönnen (eigentlich eher uns) und lieber das Fotomaterial auszuwerten und ein paar Cache einzusammeln, wenn uns langweilig würde. So verbrachten wir zwei volle Tage mit nichts anderem als Kochen, Essen, Faullenzen, Bildersortieren und Cachen. Erst am übernächsten Tag packte uns noch einmal der Ehrgeiz, Gelerntes praktisch anzuwenden, und zwar im Urwald Sababurg.

 

Im Internet haben wir die Standorte einiger besonderer Bäume recherchiert. Manche der Baumriesen tragen nämlich Namen, die an Ort und Stelle (also im Wald) leider nirgends aufgeführt werden. Studenten der Uni Kassel haben sich die Mühe gemacht, die Standorte aufzulisten (unseren herzlichen Dank an dieser Stelle). Für den interessierten Besucher wäre eine Kennzeichnung dieser besonderen Exemplare oder/und eine Übersichtstafel im Eingangsbereich sicherlich hilfreich. Mithilfe unseres GPS marschierten wir also auf den vorgegebenen Wegen zu den Koordinaten und gerieten das eine oder andere Mal in Zweifel, welcher Baum denn nun derjenige sein solle, den wir vorzufinden trachteten.

 

Wir trafen aber auch auf „alte Bekannte“, die wir im Rahmen unseres Fotokurses bereits abgelichtet hatten und so noch einmal bei hellem Sonnenschein betrachten konnten. Wobei sich der Sonnenschein schon bald erledigt hatte und der Himmel stattdessen Hagelkörner zu uns hinunter schickte. Das Blätterdach ist an manchen Stellen des Waldes so dicht, dass wir trotzdem trockenen Fußes unseren Weg fortsetzen konnten. Am Ende der Tour machten wir noch Halt bei der Tiergarten-Gastronomie, wohin uns unsere Vermieterin zu einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen eingeladen hatte. Auf dem Heimweg war der Himmel wieder aufgerissen und tauchte die Landschaft wieder in helles Sonnenlicht. Einmalig, wie schnell sich die Wetterlage heute veränderte.

 

Eine Baumgruppe kurz vor unserer Wohnung hatte bereits zuvor unser Interesse geweckt und wurde nun endlich mit dem Wissen um gute Bildgestaltung in Szene gesetzt. Kurz danach versank die Sonne und unsere Fototour endete zwangsweise.

 

Ein späterer Versuch, unsere Baum-Fundstellen und Aufnahmen mit dem Fotoarchiv im Internet abzugleichen, verlief unerwartet erfolglos. Offenbar ist der Urwald Sababurg noch nicht genauer "katalogisiert". Es bleibt uns nur die Hoffnung, dass die Koordinaten auf der Webseite, die wir als Referenz gefunden haben, mit den tatsächlichen Wegpunkten, die wir abgelaufen sind, weitgehend übereinstimmen. Das können wir leider nicht garantieren. Trotzdem finden wir die Bilder dieser jahrhundertealten Bäume dermaßen eindrucksvoll, dass wir sie hier anbieten. Sollte jemand Korrekturen anzubringen haben, kann er sich gern bei uns melden.