16.12.2018 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Barocke Häuserreihe am Marktplatz von Luckau
Hausfront in Luckau
Hausfront in Luckau
Roter Turm in Luckau
Haus in Luckau
Haus in Luckau
Alien in Lübben
Predator in Lübben
Detail Predator in Lübben
Detail Predator in Lübben

Fundstücke in und um Lübben

Gut gelaunt empfängt uns Herr Liebscher, unser Gastgeber in Neuendorf (rund 4 km außerhalb von Lübben), in seiner neu gestalteten Appartment-Anlage. Ausführlich werden wir über Sehens- und Erlebenswertes im Unterspreewald unterrrichtet. Das hört sich doch schon toll an!

 

Schnell wird klar: zwischen den Orten Lübben und Lübbenau besteht eine gewisse Rivalität, die sich auch in der eigenwilligen Interpretation der Autokennzeichen widerspiegelt. Lübbener Autos tragen "Land der Sonne" (LDS) im Kennzeichen; das Kennzeichen Lübbenauer Autos (OSL) ist mit "Oberschlauer Lübbenauer" zu übersetzen. Aha!

 

Unser erster Ausflug soll uns zunächst nach Luckau führen. Rund um den Marktplatz der südwestlich von Lübben gelegenen Stadt reihen sich einige sehenswert restaurierte barocke Giebelhäuser.

 

In seinem Zentrum reckt sich der Hausmannsturm an der St. Georgen-Kapelle (entstanden im 13. Jahrhundert) in den Himmel. Die Stadtmauer aus dem 13. und 14. Jahrhundert ist zu großen Teilen erhalten. Oft fotografiert wird der markante "Rote Turm" als Überrest des ehemaligen Calauer Tores.

 

Wir gönnen uns zur Abkühlung ein Eis und erkunden auch die Nebenstraßen, in denen - wie erwartet - die Restaurierungen nicht ganz so fortgeschritten sind. Einige Häuser scheinen von ihren Besitzern dem Verfall preisgegeben, aber mittendrin gibt es immer wieder liebevoll gepflegte und tatsächlich auch sehr modern gestaltete Bauten.

 

Kurz vor Mittag packen wir unsere Fotoausrüstung wieder ein und streben dem nächsten Ziel zu: Großräschen im ehemaligen Braunkohlerevier Niederlausitz.

 

Der Großräschener See (ehemals Ilse-See) gehört zum "Lausitzer Seenland", einem Renaturierungsvorhaben, an dessen Ende (Ziel: 2018) durch Flutung etlicher Tagebau-Krater die größte künstliche Seenlandschaft Deutschlands entstanden sein soll. Der Großräschener See entstand aus dem Restloch des Tagebaus Meuro.

 

Wir stehen wieder einmal kopfschüttelnd vor verschlossenen Türen, diesmal die der Gastronomie auf den "IBA-Terassen", die stark als Ausflugsziel beworben werden. Große Informationstafeln erinnern an die Entstehung und Finanzierung dieses Projektes, während im Hintergrund unüberhörbar die Bagger an der Ausgestaltung der Marina arbeiten. Auch das benachbarte Hotel lässt auf gut betuchte Klientel als Zielgruppe schließen - sponsored by EU, Bund und Land.

 

Für staunendes Kopfschütteln und einiges Befremden hat nach Worten seines Besitzers übrigens eine ganz andere Entdeckung direkt in Lübben gesorgt: Aliens aus Schrott, aufgestellt im Garten der Familie. Hinweise auf diese beeindruckenden Figuren haben wir vor unserer Abreise irgendwo in den Weiten des Internets gefunden und wollen diese Gelegenheit quasi vor der Haustür natürlich nicht entgehen lassen.

 

Als wir sie endlich finden, erweist sich der rund um Haus und Garten angebrachte Zaun zumindest für Anke als kaum überwindbares Hindernis. Horst befindet sich aufgrund seiner Körpergröße klar im Vorteil, ist aber auch nicht recht begeistert. Während wir mit den Lichtverhältnissen kämpfen, naht unvermittelt die Lösung des Problems in Person des Hausherrn. Freundlich werden wir begrüßt und eingeladen, die Figuren doch innerhalb des Geländes abzulichten. Das lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen!

 

Mit wachsendem Erstaunen lauschen wir seinen Berichten über den Schöpfer der metallenen Kunstwerke ("ein Bruder aus Berlin", nein, kein Verwandter - "wir sind Freimaurer") und den eigentlichen Erfinder von Alien, Predator und Kollegen, HR Giger. Der Mann, dessen Namen wir noch nicht kennen, muss weit herumgekommen, nicht gerade unvermögend und gut vernetzt sein.

 

Er sei Unternehmer und eben erst aus den USA zurückgekehrt, erzählt er. Uns fallen seine vernarbten Hände und Arme auf, offenbar Folgen massiver Verbrennungen. Wir toben uns an den "Ungeheuern" in seinem Garten aus und verabschieden uns schließlich mit einem ausdrücklichen Dank für das nette Gespräch und die Zutrittserlaubnis.

 

Vor dem heimischen Rechner klärt sich später auf, wen wir da getroffen haben und woher seine Verletzungen stammten: Sammy Tosuner galt als Superstar des Dragster-Rennsports, bis er in einem furchtbaren Unfall zur lebenden Fackel wurde und beinahe sein Leben verlor. In einem Youtube-Video wird der Unfall gezeigt, und einige Weggefährten kommen zu Wort. So lernt man ganz nebenbei auch noch ungewöhnliche Leute kennen!

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