12.12.2018 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Weinberg in Saarburg
Klein Venedig am Leukenbach in Saarburg
Klein Venedig in Saarburg
Klein Venedig in Saarburg
Wasserfall mit Amüseum in Saarburg
Hackenberger Mühlen am Wasserfall in Saarburg

Die Stadt mit dem Wasserfall

Die kleine Stadt Saarburg liegt sehr malerisch etwa 17 km (20 Minuten Fahrzeit) südlich von Wasserliesch - nicht an der Mosel, sondern - wie der Name vermuten lässt - an der Saar. Von hier starten Ausflugschiffe in Richtung Trier oder Mettlach (beides sehr lohnende Ausflugsziele). Wir interessierten uns jedoch für die Innenstadt mit ihren teils barocken Gebäuden.

 

Kaum angekommen, retteten wir uns unter das Vordach des örtlichen Museums vor einem ergiebigen Regenschauer. Dann aber riss der Himmel auf und sandte uns gnädigerweise einige Sonnenstrahlen hinab.

 

Wie viele andere Ortschaften außerhalb Italiens hat auch Saarburg sein "Klein Venedig". Warum es dieser Floskel bedarf, um das wirklich nette Ambiente mit zwei eher unspektakulären Brücken rund um den Leukbach zu beschreiben, der mitten durch den Ort fließt, bleibt uns ein Rätsel. Schmuck ist dieser Ort unbestritten. 

 

Dass eben jener Leukbach mitten im Ort in einem Wasserfall hinabstürzt, ist allerdings tatsächlich eine Attraktion, eine im 13. Jahrhundert künstlich geschaffene noch dazu. Bis dahin umfloss der Bach den Ort und die Burg. Nach der Verlegung des Wasserlaufs wurden mithilfe der Wasserkraft gleich drei hintereinander liegende Mühlräder angetrieben, die noch heute funktionsfähig sind. Sie gehören zur Hackenberger Mühle aus dem 13. Jahrhundert. Wer sich für diese besondere Mühle interessiert, sollte ihr Museum besuchen.

 

Am gegenüber liegenden Ufer befindet sich das "Amüseum", das ursprünglich ebenfalls ein Mühlengebäude war ("Kurfürstliche Mühle" von 1656) und inzwischen eine Art örtliches Museum des Handwerks ist. Es war zur Zeit unseres Aufenthaltes geschlossen, gibt aber ein ziemlich gutes Fotomotiv ab.

 

Ebenfalls sehenswert ist das Rathaus der Stadt mit dem eingelassenen Stadtwappen von 1628 und dem Glockenspiel jüngeren Datums. Die im Ort ansässige Glockengießerei (seit 2002 außer Betrieb, aber als Museum weitergeführt) haben wir nicht besucht. Die kostenpflichtigen Parkplätze im Ort waren übrigens sehr schnell vollständig besetzt, und es herrschte reges Treiben auf Straßen und Plätzen. In der Hauptsaison darf man wohl keine Angst vor Menschenmassen haben, wenn man den Ort besuchen will.

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