12.12.2018 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Dom zu Trier
Kreuzgang des Doms zu Trier
Unsere Moselschifffahrt beginnt
Blick ans gegenüberliebende Ufer
Nikolaus-Figur im Pfeiler der Römerbrücke
Alther Krahnen von 1413
Mosel bei Ruwer (woher die Weinsorte stammt)
Fischerdorf Zurlauben ("Alt Zalawen")
Fischerdorf Zurlauben
Fischerdorf Zurlauben

Sehenswertes zu Land und zu Wasser

Auf Trier hatten wir uns besonders gefreut, denn wir waren in der Tat noch nie dort gewesen. Unser Besuch fiel zum einen auf den Tag des offenen Denkmals und zum anderen mitten hinein in eine Regenperiode. Resultat: Es wurde ein sehr kurzer Besuch mit entsprechend geringem Besichtigungsumfang. Vor der Porta Nigra schienen Menschen aus sämtlichen Kontinenten auf Einlass (oder irgendetwas anderes) zu warten. An Fotografieren war gar nicht zu denken.

 

Kurzentschlossen begeben wir uns hinein und erkunden das Bauwerk mithilfe der kleinen Broschüre, die jeder beim Kauf der Eintrittskarte erhält. Seine wechselvolle Geschichte ist außerdem sehr anschaulich innerhalb des Gebäudes dargelegt. Man kann sie unmöglich im Rahmen eines Reiseberichtes wiedergeben. Man will ja schließlich keine Eulen nach Athen tragen. Wer sie zufällig nicht kennt, kann sie auf den unterschiedlichen Webseiten nachlesen.

 

Viel weniger gut besucht war an diesem Tag der Dom von Trier, sodass wir sogar Fotos vom Kreuzgang ohne Menschen ablichten konnten. Auch über das sakrale Bauwerk und seine Schätze gäbe es weit mehr zu erzählen als diesem Bericht gut täte. Schon beim Verlassen der Porta Nigra erwartete uns leichter Nieselregen, der sich am Ende unseres Besuchs im Dom in beträchtlichen Dauerregen verwandelt hatte. Den Gedanken an eine Fototour durch die Innenstadt verwarfen wir sofort wieder und verbrachten mehr als eine Stunde bei strömendem Regen in einem nahen Café (mit kostenlosem WLAN!), bevor wir resigniert den Rückzug nach Hause antraten.

 

Als sehr lohnend empfanden wir an einem anderen Tag die Schifffahrt auf der Mosel ab Zurlauben, einem alten Schifferdorf bei Trier (in Trierer Mundart: "Alt Zalawen"). Die zweistündige "Panoramafahrt" führt zunächst unter der "Römerbrücke" hindurch, in deren Pfeiler der heilige Nikolaus wacht.

 

Ob wir ohne unseren Ausflug jemals die beiden alten Hafenkräne am Moselufer entdeckt und zu würdigen gewusst hätten, darf stark angezweifelt werden. Der "Alter Krahnen" datiert immerhin von 1413, während der Zollkran einige hundert Jahre weniger auf dem Buckel hat, seinem älteren "Bruder" allerdings ziemlich ähnlich sieht. Kurz vor der Staustufe dreht das Schiff um, und nach einem Zwischenstopp am Zurlaubener Anleger setzt es seine Fahrt moselabwärts fort.

 

Hier passiert man die traditionsreiche Schiffswerft Hans Boost, auf der - für uns völlig unerwartet - nicht nur Reparatur- und Umbauarbeiten ausgeführt, sondern seit 2004 offenbar auch wieder Neubauten angefertigt werden. Mit einem Blick auf den Ort Ruwer, wo der gleichnamige Fluss in die Mosel mündet und die bekannte Weinsorte angebaut wird, wendet das Schiff und kehrt nach Zurlauben zurück.

 

Die Gastronomie in der Nähe des Anlegers macht einen hervorragenden Eindruck und hat im Internet teils sehr gute Bewertungen erhalten. Wir haben sie nicht getestet, dafür aber die schöne Häuserzeile bildlich festgehalten. Einladend, oder?

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