12.12.2018 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Blick von der Saarschleife hinauf zum Aussichtspunkt Cloef
Blick auf die Saarschleife vom Aussichtspunkt Cloef
Saarschleife auf Porzellan von Villeroy & Boch
Im Ausstellungsraum von Villeroy & Boch, Mettlach
Pendelfähre Welles
Typische Gesteinsformation an der Saar
Ein Schiff wird kommen
Auf der Saar
Schleuse bei Mettlach

Saarschleife und Mettlach

Von unserem Ferienquartier in Wasserliesch aus, gelangt man innerhalb weniger Autominuten an ein besonderes Naturphänomen: die Saarschleife. Den besten Blick von oben auf die Saarschleife hat man am Aussichtspunkt Cloef. Dorthin wanderten wir vom Parkplatz beim Cloef-Atrium (Empfehlung: unbedingt auf einen Capuccino ins dortige Café gehen), was innerhalb weniger Minuten machbar ist.

 

Bei unserer Ankunft tummelten sich diverse Besucher auf der Aussichtsplattform, und ein regionaler Spirituosen-Verkäufer animierte uns zum Probe-Verzehr. Kaum jemand konnte widerstehen, auch wir nicht. Unwiderstehlich fanden wir auch den Saarblick von hier oben. Am kleinen Trampelpfad unterhalb der Ausblickplattform war zu erkennen, dass wir nicht die einzigen waren, die auf eine noch bessere Perspektive hofften, was sich allerdings nicht ergab. Die Vegetation war dicht und hochgewachsen, also nichts wie zurück nach oben und geduldig am Mäuerchen auf einen freien Platz zum Fotografieren gewartet.

 

Noch einmal eine ganz andere Perspektive genossen wir bei der späteren Saarschleifenfahrt ab Mettlach. Der Schiffsanleger befindet sich direkt gegenüber der alten Abtei. Dieses ehrwürdige Gemäuer beherbergt heute die traditionsreiche Firma Villeroy & Boch mit ihrer Hauptverwaltung, einem wirklich sehenswertes Museum sowie einer interessanten Ausstellung. Wer sich für die Geschichte der Firma interessiert, sollte sich unbedingt auch den Firmenfilm ansehen, in dem Sir Peter Ustinov den Erzähler gibt. Wir waren schwer beeindruckt!

 

Doch zurück zur Saarschleifen-Tour auf dem Wasser. Das mit wenigen Passagieren eher mäßig besetzte Fahrgastschiff überwand wenige Minuten nach dem Ablegen erst einmal eine Staustufe. Wir hatten uns einen Tisch im Außenbereich gesichert und hofften inständig auf das richtige Licht für unsere Aufnahmen.

 

Von Bord aus sah die Aussichtsplattform Cloef winzig klein aus, stellten wir fest. Dass knapp oberhalb des Flusslaufs in einer Mauernische die Figur des heiligen Nikolaus - Schutzpatron der Schiffer - eingebracht war, hätten wir dagegen von oben nicht erahnen können (der Schiffsführer hatte extra darauf hingewiesen, sonst wäre uns das auch vom Schiff aus nicht aufgefallen). Weder von oben noch vom Schiff aus war für uns die Ruine der Burg Montclair auf dem von der Saarschleife umflossenen Burgberg zu sehen gewesen. Einen Ausflug dorthin haben wir nicht unternommen. Möglich ist es für Wanderer und Radfahrer, mit der kleinen Fähre Welles von der einen auf die andere Uferseite überzusetzen und dann den Burgberg zu erwandern.

 

Die Tour auf der Saar hätte uns übrigens fast unsere Fotoausrüstung gekostet, als sich kurz nach dem Wiederanlegen urplötzlich ein Platzregen über uns ergoss. Ich hatte glücklicherweise eine Regenjacke an, Horst aber war nach unserem Sprint vom Schiffsanleger zum Auto nass bis auf's Hemd. Von seiner Strickjacke und von seinem Haupthaar triefte der flüssige Sonnenschein nur so herab als er mithilfe des einzigen vorhandenen Handtuchs im Kofferaum seinen Fotorucksack trockenzureiben versuchte. Das nennt man wohl Liebe zur Fotografie - lieber das Equipment trockenlegen als sich selbst.

 

Es wäre aber auch die Krönung gewesen, wenn davon was zu Schaden gekommen wäre. Es ist gutgegangen. PUH! Natürlich gibt es an unseren Rücksäcken extra Regenabdeckungen. Nur bekommt man die im Laufschritt bei Platzregen wirklich nicht angebracht. Die Abdeckung für meine kleine Fototasche haben wir in jenem Café in Trier in einer Gemeinschaftsaktion innerhalb von satten 20 Minuten aufgezogen bekommen. Wer dieses System erfunden hat, müsste eingesperrt werden!

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