12.12.2018 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Prolog

Landschaft im Norden
Reiseroute
Noch mehr Landschaft
Edinburgh Tattoo
Wir freu'n uns...
...und Lisa auch!
2 Sprachen auf einen Blick
Vorsicht Linksverkehr!
Airport Köln/Bonn

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen! Getreu diesem Motto hatte ich mir vorgenommen, unsere Schottland-Tour mittels Reisetagebuch festzuhalten. Angesichts der Masse an Informationen und Bildmaterial, welche wir aus schottischen Landen mitgebracht hatten, ergab sich bald der Vorsatz, aus diesen Eindrücken besser gleich eine Internetseite zu stricken - Erweiterungen nicht ausgeschlossen!

Vielleicht an dieser Stelle erst einmal eine kurze Vorstellung der beteiligten Personen und natürlich - verbunden mit einem herzlichen Dank für die professionelle Unterstützung vor, während und nach der Reise - die lobende Erwähnung des Reiseveranstalters Rob Roy Tours. Als völlige Schottland-Laien haben wir uns vorsichtshalber erst einmal einen Profi gesucht, der uns den Start unserer Entdeckungstour erleichtern sollte.

Unter den wirklich sehr umfangreichen Reisevorschlägen mit Varianten für passionierte Wanderer, (potentielle) Whiskyfans, Gruppenreisende oder Individualisten fanden wir ziemlich schnell die Tour heraus, die unseren Vorstellungen von Urlaub in Großbritanniens Norden am besten entsprach: eine 9-tägige individuelle Bahnreise beginnend am 22. August 2004 in der schottischen Hauptstadt Edinburgh mit Unterkunft in vier unterschiedlichen Hotels (mit 3- bzw. 4-Sterne-Status) inklusive Frühstück und warmem Abendessen (Bed and Breakfast plus Dinner). Der Heimflug war für den 30. August 2004 vorgesehen.

Mit unserem Reisezeitraum hatten wir uns eine Woche zum Ende der Sommerferien in NRW ausgesucht. Trotz der Nähe zum Herbst war das Wetter genau richtig (durchwachsen zwar, aber weder total verregnet noch viel zu heiß), und zufälligerweise fanden gerade im August in Schottland sehr viele interessante Festivals statt, die unser Interesse weckten. Über das Internet buchten wir Karten für das Edinburgh Military Tattoo, einer Pipes-and-Drums-Veranstaltung der besonderen Art (dazu mehr im Reisebericht selbst).

Wir, das sind Horst (unsportlicher Mittvierziger mit absoluter Abneigung gegen sonnenumflutete Strände), Anke (Anfang 40 mit ausgeprägtem Hass auf Bergwanderungen und deutlichem Faible für Gewässer jeglicher Art, insbesondere Meer) und Lisa (typische Vertreterin der pubertierenden fußfaulen Teenager-Generation). Letztere würde auf dieser Reise nicht nur den deutschen Sprachraum verlassen sondern auch zum ersten Mal in ihrem 12 Jahre jungen Leben einen Flieger besteigen. Es war reinster Zufall, dass auf ihrem Englisch-Stundenplan in den Monaten vor Reiseantritt plötzlich das Buch "Kidnapped" von Robert Luois Stevenson stand (hierzulande unter dem Titel "Die Abenteuer des David Belfour" bekannt). In den Szenerien des Buches fanden sich auch einige landschaftliche Höhepunkte unserer Reiseroute wieder. Eine praktische Vertiefung des Unterrichtsstoffes, um die einige Klassenkameraden Lisa vielleicht beneidet haben mögen.

Inwiefern wir uns vor Ort würden verständigen können, machte unser Vorhaben zusätzlich spannend. Hierzu vorerst nur so viel: sogar Lisa mit ihren gerade einmal 2 Jahren Englischunterricht fand reichlich Gelegenheit zu Gesprächen (inklusive perfekter Bestellung von Bier für ihre durstigen Eltern und Cola für sich selbst an der Hotelbar!). Gegen Ende der Reise erwarben wir in einer Tourist-Information das praktische Lexikon Englisch/Gälisch, der heutzutage wohl wieder mehr gesprochenen traditionellen Sprache der Schotten. An den meisten Stationen unserer Reise fanden wir zumindest die Ortsbezeichungen in beiden Sprachvarianten vor. Irgendwann - das habe ich mir fest vorgenommen - werde ich auch dieses Rätsel zu entschlüsseln versuchen.

Nicht nur die Sprache und der (in miles statt Kilometern gemessenem) Linksverkehr auf den Straßen unterscheiden Kontinental-Europäer von Briten. Wichtigstes Utensil stromabhängiger Reisender ist und bleibt der Adapter ("Weltreisestecker") für allen technischen Schnickschnack, den der Mensch im 21. Jahrhundert so braucht. Was wären wir ohne dieses Bindeglied zwischen heimischer und britischer Stromversorgung gewesen? Richtig, aufgeschmissen! Es soll allerdings Menschen geben, die weder Rasierapparate, noch Handys oder PDA's mit in den Urlaub schleppen, haben wir uns sagen lassen. Nun ja, jeder so, wie er mag!

Einen sehr kostensparenden Tipp zur Anreise wollen wir an dieser Stelle noch geben. Aus allen erreichbaren Flughäfen wählten wir letztlich eine Verbindung ab/nach Köln-Bonn. Für insgesamt 354 Euro buchten wir im Februar per Internet unsere Tickets nach Edinburgh und retour - konkurrenzlos billig im Vergleich zu den Flügen ab Amsterdam oder Düsseldorf. Die frühe Buchung lohnte sich zusätzlich, denn in den Wochen vor dem Abflugtermin schnellte der Ticketpreis auch bei Germanwings auf satte 800 Euro hoch. Wer früh bucht, ist also in jedem Fall im Vorteil!



Und nun viel Spaß an unserem Reisebericht! Kritik, Anregungen und Beifall sind uns jederzeit herzlich willkommen.