12.12.2018 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Autofahren

Fredi besitzt - welch' ein Luxus - zwei Autos und passend dazu auch zwei Garagen. Anders als seine Nachbarn hat er damit niemals Parkplatzsorgen in der Anliegerstraße, in der er wohnt. Jene Nachbarn nutzen zum Abstellen ihrer Fahrzeuge gern auch mal den dafür absolut nicht vorgesehenen Wendehammer oder aber die Fußwege. Manchmal gewinnt man den Eindruck, es gäbe mehr Autos als Kinder in unserer Siedlung.

 

Beide vorhandenen Autos erfüllen unterschiedliche Zwecke: Eines ist ausgewiesenes Stadtauto - kompakt, sparsam in Sachen Spritverbrauch wie in der Ausstattung und meist zwischen Arbeitsplatz, Lebensmittelhändler und Behausung unterwegs. Das zweite ist hochwertiger ausgestattet und für weitere Strecken sowie umfangreiches Urlaubsgepäck prädestiniert. Man kann damit auch Umzüge seines Nachwuchses abwickeln, haben wir festgestellt. Dieser hat nämlich in den Kofferraum seines eigenen Kleinwagens eine Soundanlage eingebaut und kann diesen für derlei Vorhaben nicht mehr nutzen. Pech - vor allem für uns Eltern!

Radfahren

Weniger aus Sparsamkeitsgründen heraus, wohl aber in Gedanken an den grundsätzlich nicht gesundheitsförderlichen Mangel an körperlicher Bewegung hat Fredi sich vor gar nicht so langer Zeit den Luxus eines Fahrrades gegönnt: 21 Gänge, gefederte Sattelstütze, pneumatische Vorderradgabel. KTM - davon gab es zu meiner Jugend Mokicks! Mit diesem Gefährt lässt sich der Arbeitsweg natürlich auch bewältigen - wenn man den Unbillen des Wetters mit Trotz und Härte gegen sich selbst begegnet. Ein bisschen komisch geguckt haben die Kollegen schon, als Fredi erstmalig in Radlermontur im Büro erschien, aber das steckt so ein bewusst lebender Zeitgenosse locker lächelnd weg. Das Gucken ließ demzufolge bald nach. Was blieb war die Herausforderung, einen sicheren Abstellplatz für das teure Rad und eine Gelegenheit zu finden, sich wieder büromäßig zu kleiden, sobald man wahlweise nassgeschwitzt oder vom Regen durchnässt angekommen war. Irgendwann siegte die Bequemlichkeit über alle Grundsätze und der Sattel wurde wieder gegen den Platz auf dem Fahrersitz seines Autos getauscht.

 

Verblieb die Möglichkeit, das Rad in der Freizeit zu nutzen. Dabei hat sich Fredi von einem radtechnisch versierten Freund einmal seine Grenzen aufzeigen lassen. Die Einladung zur sonntäglichen Radtour nach Wesel - immerhin gut 50 km Distanz - geriet zum Härtetest für Po und Kondition. Während Fredi kurz nach Erreichen des Ziels nur noch abgekämpft in den nächsten Zug nach Oberhausen steigen konnte, setzte sich nämlicher Freund unverzagt wieder auf das Rad und strampelte in Richtung Bochum los. Bis Fredi zu solchen Kilometerleistungen in der Lage sein wird, wird sicher noch die eine oder andere Tankfüllung durch seinen Aufpuff geblasen.

Lesen

Fredi liest gern und viel, und zwar ganz konventionell in Büchern, Zeitungen und Zeitschriften, zunehmend jedoch "online". Aus seiner Jugend hat sich Fredi seine Skepsis gegenüber bestimmten Verlagshäusern bewahrt, sodass er sich seine Meinung immernoch ohne Mithilfe der betreffenden Vertreter BILDet. Sein ZEIT-Abo hat Fredi kürzlich gekündigt und kämpft nun mit ungebetenen Anrufen und Post, die das Wiederaufleben seines Interesses am Bezug bewirken sollen. Die Rettung der Print-Medien muss sich jemand anderer auf die Fahnen schreiben, lautete die Antwort. Und dabei hatte Anke ursprünglich auch einmal Journalist werden wollen ...!

 

Hoffentlich machen bis zum Erreichen des Rentenalters unsere Augen nicht schlapp! Kürzlich erst musste eine zusätzliche Lesebrille angeschafft werden, obwohl bis dahin nur die Fernsicht eingeschränkt war. Erste Abnutzungserscheinungen machen sich bemerkbar. Man wird halt nicht jünger...!