23.03.2019 :: ###SPRACHE### :: ###DRUCKVERSION###
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Geocaching um Ullapool

Broom with a view

Hafenpromenade
Blick auf Loch Achall
Flusslandschaft
Ufer des Loch Achall
Boote am Ufer
Fowler Memorial Clock in Ullapool

Weil ja zu einem unserer neuesten Hobbies das Finden von Geocaches gehört, hatten wir uns für diesen Tag die Suche nach einem solchen Schatz in der Nähe von Ullapool vorgenommen. Treffenderweise hatte der Schatzleger diesen auf "Broom with a view" getauft, weil wir uns ja am Loch Broom befinden.

 

Über Geochaching gibt es eine ganze Menge zu erzählen. An dieser Stelle soll der Hinweis genügen, dass man mittels GPS und einigen im Internet veröffentlichten Hinweisen quasi auf der ganzen Welt in Tupperdosen oder anderen wetterfesten Behältnissen versteckten Krempel finden kann, wenn man sich dieser Schatzsuche für Erwachsene widmet. Vor unserem Reiseantritt hatte Horst also etliche solcher Koordinaten herausgesucht, von denen wir einige ansteuern wollten.



"Broom with a view" gehört zu den landschaftlich schönsten Caches. Der Wanderweg führte uns in Gegenden, die wir sonst nie im Leben angesteuert hätten. Unweit des Loch Achall fanden wir - wohlgemerkt als erste in diesem Jahr! - das versteckte Schächtelchen, in dem sich noch ein sogenannter Travel Bug befand, der nun seit über einem halben Jahr darauf wartete, von einem kundigen Finder mitgenommen und andernorts platziert zu werden. Hoffentlich freut sich der Besitzer über den Weitertransport nach Deutschland.



Die Suche nach einem Zweiten Cache verlief leider weniger erfolgreich. Zwar war auch hier die Landschaft sehenswert und der Weg sicher nicht jedem Touristen bekannt, allerdings gaben wir - im Nachhinein betrachtet - viel zu früh auf und drehten um, weil wir einen Fehler im Koordinatensystem vermuteten.

 

Erst anhand einer Landkarte, die bei unseren Gastgebern aushing, wurde uns bewusst, dass wir gar nicht so weit daneben gelegen hätten. Wir hätten nur noch einige hundert Meter weiter gehen müssen, um ans andere Ufer zu kommen.

 

Merke: Beim Geocaching kommt es nicht nur auf einwandfrei funktinierendes Gerät und wanderfestes Schuhwerk an, sondern auch auf ein wenig Geduld und Biss. Wer zu früh aufgibt, ärgert sich später unnötig.



Nach diesen beiden ausgiebigen Wanderungen hatten wir förmlich platte Füße und begaben uns schon am frühen Nachmittag ins Café des schon erwähnten Hafenrestaurants. Mir stand der Sinn nach Tee und hausgemachtem Kuchen. Horst gönnte sich ein Bier. Später sprangen wir unter die heimische Dusche und begaben uns noch einmal für frittierte Scampi und Kammuscheln zurück in die Kneipe - natürlich begleitet von einigen Tennants.



Erstmalig auf unserer Reise mussten wir feststellen, dass wir mit unserer Unterkunft nicht gerade einen Glücksgriff getan hatten. Wahrscheinlich aufgrund der Tatsache, dass es hier oben noch weit bis nach Mitternacht taghell ist, herrschte bis mitten in Nacht noch reger Betrieb auf den Straßen. Leider setzte auch der Hafenbetrieb wieder recht früh ein, sodass an durch- und ausschlafen kaum zu denken war.

 

Diesmal freuten wir uns auf die Weiterfahrt.